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Kunst in Bern

Welttelegrafen-Denkmal am Helvetiaplatz

Vor dem Historischen Museum sitzt eine grosse Frauenfigur aus Bronze, um sie drängen sich Gruppen von Menschen. Das Denkmal erinnert an den Welttelegrafenverein, den Vorläufer der heutigen Internationalen Fernmeldeunion.

Von Richard Červenka · 1 Min. Lesezeit · aktualisiert am 13. Oktober 2026

Das Welttelegrafen-Denkmal auf dem Helvetiaplatz: eine sitzende Frauenfigur aus Bronze zwischen zwei Gruppen von Figuren auf einem breiten Sockel mit zwei Inschrifttafeln, davor ein Wasserbecken, dahinter das Historische Museum.
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler
Giuseppe Romagnoli
Jahr
1922 eingeweiht
Material
Bronze, zwei Brunnenbecken
Ort
Helvetiaplatz, vor dem Historischen Museum
Zugang
frei, rund um die Uhr

Der Welttelegrafenverein wurde 1865 gegründet. In ihm schlossen sich Staaten zusammen, damit Telegramme über die Grenzen hinweg gesendet werden konnten. Für ein Denkmal schrieb man einen internationalen Wettbewerb aus. Ihn gewann der Italiener Giuseppe Romagnoli aus Bologna. Das Denkmal wurde am 16. Dezember 1922 eingeweiht.

Was zu sehen ist

Auf einem breiten Sockel zwischen zwei Brunnenbecken steht eine Gruppe von Bronzefiguren. In der Mitte sitzt eine Frau. Sie steht für den Welttelegrafenverein und breitet die Arme aus, um die Gruppen neben ihr zu verbinden. Die Gruppen zeigen Themen wie Familie, körperliche und geistige Arbeit, Schmerz, Fruchtbarkeit und Barmherzigkeit. Gemeint ist, dass die „Seelen der Völker“ miteinander verbunden werden.

Die Tafel mit den Staaten

Ursprünglich nannte eine Tafel die 83 Gründerstaaten des Vereins. Zum 100-jährigen Jubiläum 1965 wurde sie durch eine neue Tafel mit den Namen der damals 128 Mitgliedstaaten verdeckt. Diese Tafel hat der Bundesrat gestiftet.

Ein Denkmal für die Welt

Das Denkmal wurde 2002/03 vom Bund restauriert. Es gehört wie das Weltpostdenkmal auf der Kleinen Schanze zu den Denkmälern in Bern, die an internationale Verbände erinnern. Im Jugendbuch „Mein Name ist Eugen“ von Klaus Schädelin nennt der kleine Erzähler die Frauenfigur Helvetia.

Gut zu wissen

Das Denkmal steht am Ende der Kirchenfeldbrücke, direkt vor dem Bernischen Historischen Museum. Es ist von allen Seiten frei zugänglich.

Lage in Bern
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Helvetiaplatz, vor dem Historischen Museum

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Quellen

Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“), © OpenStreetMap-Mitwirkende. Text: Richard Červenka, Bärn Kit. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.