Balancierender Bär


- Künstler*in
- Carlo Edoardo Lischetti
- Jahr
- 1986
- Material
- Polyester, Acryllaminat, bemalt, auf Drahtseil
- Ort
- BärenPark - Tierpark Bern, Bärengraben
Geschichte des Werks
Hoch über dem Boden steht ein dunkler Bär aufrecht auf einem gespannten Drahtseil, die Vorderbeine weit ausgebreitet, als suche er das Gleichgewicht. Die Figur besteht laut dem Verzeichnis der Stadt Bern aus bemaltem Polyester und Acryllaminat und ist auf dem Seil befestigt. Carlo E. Lischetti schuf sie 1986.
Ihren ersten Platz hatte die Figur am Bubenbergplatz beim Bahnhof. Nach der deutschsprachigen Wikipedia balancierte der Bär dort bis Anfang 2007; seit 2009 hat er seinen Platz beim Bärengraben. Im selben Jahr wurde der Bärengraben, eine Anlage von 1856 und 1857, um den Bärenpark erweitert, den die Architekten Matti Ragaz Hitz mit den Landschaftsarchitekten Klötzli + Friedli gestalteten.
Carlo Edoardo Lischetti wurde am 18. Oktober 1946 in Brugg geboren, als Sohn einer Schweizerin und eines Italieners. Nach einer Dekorateurlehre in Zürich zog er 1966 nach Bern, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis zu seinem Tod lebte. In seiner Wohnung an der Kramgasse betrieb er ein „Laboratorium für angewandte Umweltgestaltung“, um das sich nach SIKART eine alternative Szene sammelte; 1971 eröffnete er das „Büro Lischetti“ am Nydeggstalden. Im selben Jahr kandidierte er mit der Liste „Härdlütli“ für den Stadtrat, dem er von 1973 bis 1976 angehörte. SIKART beschreibt ihn als Aktionskünstler, Performer, Objektkünstler, Maler und Filmemacher.
In Bern hinterliess er mehrere Arbeiten im öffentlichen Raum, etwa die Bodenskulptur auf der Münsterplattform von 1983 oder den Brunnen in der Postgasse von 1992, auf dem jede und jeder selbst zur Brunnenfigur werden kann. 1996 ehrte ihn die Stadt mit einem Preis; die Wikipedia nennt ihn Stadtberner Kunstpreis, SIKART Förderpreis der städtischen Kunstkommission. Lischetti starb am 30. November 2005 in Bern.
Wer den Bären sucht, sollte nach oben schauen: Er schwebt über den Köpfen der Besucherinnen und Besucher zwischen den Masten.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Carlo E. Lischetti · SIKART Lexikon: Carlo E. Lischetti · Bauinventar der Stadt Bern: Grosser Muristalden 4 (Bärengraben, Bärenpark) · Wikimedia Commons: Foto des Werks (Ansicht)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.