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Kunst in Bern · Werk

Grand Astre 1/3

Grand Astre 1/3 von André Ramseyer, Universität Bern, Tierspital, Gartenanlage, Länggassstrasse 120, 3012 Bern, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
André Ramseyer
Jahr
1966
Material
Bronze. Stempel: Cera Tersa, Brotal, Mendrisio
Ort
Universität Bern, Tierspital, Gartenanlage, Länggassstrasse 120, 3012 Bern

Geschichte des Werks

In der Gartenanlage des Tierspitals an der Länggassstrasse 120 steht „Grand Astre 1/3“, eine Bronze, die André Ramseyer 1966 geschaffen hat. Der französische Titel bedeutet „Grosses Gestirn“. Laut dem städtischen Verzeichnis trägt die Plastik einen Stempel, der den Tessiner Ort Mendrisio nennt. Ramseyers Bronze „Escale“ von 1962, die heute dem Centre Pompidou in Paris gehört, wurde nachweislich in Mendrisio gegossen: Das Museum nennt als Giesserei Bronzart und als Technik den Guss in verlorener Form.

Ramseyer kam am 31. Januar 1914 in Tramelan im Berner Jura als Sohn eines Pfarrers zur Welt. Nach dem Lehrerpatent 1932 besuchte er bis 1935 die Kunstschule in La Chaux-de-Fonds und reiste nach Paris und Florenz. Von 1943 an lebte er in Neuenburg und unterrichtete dort bis 1970 Zeichnen und Kunstgeschichte. 1949 kehrte er nach Paris zurück und arbeitete bei Ossip Zadkine.

Nach einer kurzen figürlichen Phase, etwa mit „Baigneuse“ von 1948, wurden seine Plastiken laut dem Historischen Lexikon der Schweiz immer abstrakter und strenger. Die englische Wikipedia beschreibt Kreis und Bogen als wiederkehrende Grundformen, abgewandelt zu Ellipsen, Spiralen und Wellen, und nennt Henry Moore als wichtigen Einfluss für die Öffnungen und das Licht in seinen Arbeiten. Im Jahr der Berner Plastik, 1966, erhielt Ramseyer in Biel den Jean-Arp-Preis.

Mehr als fünfzig Werke von ihm stehen auf Schulhöfen und öffentlichen Plätzen in der Schweiz, etwa an der ETH Zürich, in Thun und in Biel, weitere stehen in Saudi-Arabien, Italien, den Niederlanden und den USA. Ramseyer starb am 15. Januar 2007 in Neuenburg; 2022 übergaben seine Kinder Skulpturen und Zeichnungen der Fondation Ateliers d'Artiste. Wer die Bronze im Garten des Tierspitals genauer ansieht, kann nach dem Giesserstempel suchen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): André Ramseyer · Wikipedia (en): André Ramseyer · HLS: Ramseyer, André · Centre Pompidou: André Ramseyer, Escale (1962) · Wikimedia Commons: Bronzeplastik Grand Astre 1/3 (André Ramseyer 1966)

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Universität Bern, Tierspital, Gartenanlage, Länggassstrasse 120, 3012 Bern

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