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Kunst in Bern · Werk

Lochscheiben

Lochscheiben von Nika Spalinger, Schulanlage Schwabgut, Pausenplatz, Keltenstrasse 37-45, Bern-Bümpliz, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Nika Spalinger
Jahr
1998
Material
Spielskulpturen, mehrteilig; 3 kreisförmige, durchlöcherte, eingefärbte, gegossene Betonelemente
Ort
Schulanlage Schwabgut, Pausenplatz, Keltenstrasse 37-45, Bern-Bümpliz

Geschichte des Werks

Auf dem Pausenhof der Schulanlage Schwabgut an der Keltenstrasse liegen und stehen drei runde Scheiben aus eingefärbtem Beton, durchbrochen von Löchern. Nika Spalinger hat sie 1998 geschaffen. Nach ihrer eigenen Projektbeschreibung liegen zwei Scheiben schräg, eine steht senkrecht; sie sind gelb, blau und rot, und um jede gruppieren sich neun kreisförmige Betonelemente, die auf sie Bezug nehmen. Als Mass gibt sie 5 auf 0,2 Meter an.

Die Arbeit ging aus einem Wettbewerb hervor, den die Gemeinde Bern ausgeschrieben hatte. Das städtische Verzeichnis bezeichnet die Teile als Spielskulpturen, und unter diesem Begriff besprach Elisabeth Gerber sie 2001 in einem Buch über Kunst und Bau. Sie entstanden in dem Jahr, in dem die Gesamtsanierung der Schulanlage von 1996 bis 1998 abgeschlossen wurde.

Die Schule selbst wurde in zwei Etappen gebaut: Sekundarschulhaus und Turnhalle 1959–1961, Primarschulhaus und Verbindungstrakt 1965–1967. Die Architekten Werner Küenzi, R. Kiener, O. Kissling sowie Hans und Gret Reinhard gestalteten die Bauten als Betonskelette mit Fassaden aus Betonelementen. Die Anlage bildet das Zentrum der Grossüberbauung Schwabgut, die zwischen 1965 und 1971 für mehr als 3000 Bewohnerinnen und Bewohner entstand; das Bauinventar bezeichnet sie als die grösste Gesamtüberbauung in Bümpliz.

Nika Spalinger, eigentlich Veronika Spalinger, kam 1958 in Lausanne zur Welt und lebt in Zürich. SIKART stellt sie als Malerin, Plastikerin und Aktionskünstlerin vor; seit 1994 lehrt sie an der Hochschule Luzern im Bereich Design & Kunst. Ein Jahr vor den Lochscheiben hatte sie für das Museum für Musikautomaten in Seewen einen gepflasterten Zugangsweg entworfen, dessen Muster einer Lochkarte nachempfunden ist. Auf dem Pausenhof lohnt es sich, durch die Löcher der stehenden Scheibe zu schauen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Schwabgut · Nika Spalinger: Lochscheiben (Kunst und Bau) · Nika Spalinger: Lochband, Museum für Musikautomaten Seewen · Nika Spalinger: CV · SIKART: Nika Spalinger · Bauinventar Stadt Bern: Keltenstrasse 37–43 · Bauinventar Stadt Bern: Baugruppe Schwabgut · Wikimedia Commons: Betonplastiken-Ensemble Lochscheiben (Nika Spalinger 1998)

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Schulanlage Schwabgut, Pausenplatz, Keltenstrasse 37-45, Bern-Bümpliz

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.