Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Werk

Schwanenbrunnen

Schwanenbrunnen von Heinz Schwarz, Schwanengasse 11, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Heinz Schwarz
Jahr
1956
Material
Bronze
Ort
Schwanengasse 11

Geschichte des Werks

Wo die Schwanengasse in die Bundesgasse mündet, steht vor dem Haus Schwanengasse 11 ein Brunnen mit einem Schwan aus Bronze. Die Stadt Bern führt ihn als „Schwanenbrunnen“ von Heinz Schwarz aus dem Jahr 1956. Auf Wikimedia Commons heisst die Anlage Schwanengasse-Brunnen; der Name Schwanenbrunnen sei umgangssprachlich. Commons hält auch fest, dass der Schwan heute kauert, ursprünglich aber stand, und nennt Energie Wasser Bern als Betreiber.

Den Hintergrund bildet ein Wohn- und Geschäftshaus von 1873/74. Laut Bauinventar zeichnete es der Architekt Gottlieb Hebler für die Zweite Berner Baugesellschaft; die Bebauung an der Nordseite der Bundesgasse gilt als sein Hauptwerk. Die vierstöckige Fassade im Stil der Neurenaissance hat einen Mittelteil mit Portal, Balkon und Segmentgiebel. Sie steht in der Achse der Wallgasse und schliesst diese Gasse vom Hirschengraben her ab.

Schwarz kam am 2. Juli 1920 in Arbon zur Welt; seine Jugend verbrachte er in Gerlafingen und Solothurn. Nach einer Lehre als Lithograf in Aarau wandte er sich der Bildhauerei zu, die er sich nach der Wikipedia weitgehend selbst beibrachte; daneben lernte er bei Karl Geiser in Zürich und bei Jakob Probst. Ab 1943 lebte er in Genf. Das Künstlerlexikon SIKART beschreibt ihn als Bildhauer und Zeichner von weiblichen Akten, Porträts und Tieren und von Kunst für den öffentlichen Raum.

Im Jahr des Schwans, 1956, erhielt Schwarz zum dritten Mal nach 1949 und 1952 ein Eidgenössisches Kunststipendium. Bekannt wurde er vor allem in Genf: mit der Skulptur „L’adolescent et le cheval“ von 1976 an der Seepromenade und mit der Figur „Clémentine“, die an der Place du Bourg-de-Four steht. 1978 bekam er den Kunstpreis des Kantons Solothurn, 1992 zeigte das Kunstmuseum Solothurn eine Retrospektive. Er starb am 12. August 1994 in Satigny.

Vor Ort lohnt der Blick auf die Haltung des Tiers: Der Schwan kauert über dem Wasser, nicht so, wie er einst aufgestellt war.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART: Heinz Schwarz · Wikipedia (de): Heinz Schwarz (Bildhauer) · Bauinventar Stadt Bern: Schwanengasse 11 · Wikimedia Commons: Schwanengasse-Brunnen (Schwan – Heinz Schwarz 1956)

Lage in Bern
Auf der Karte

Schwanengasse 11

Karte öffnen

In der Nähe

Omega40 mBisligödu60 mLey Line Jump80 mWeltpostdenkmal100 mDenkmal Adrian von Bubenberg110 m

Alle Kunstwerke von A bis Z

Foto hinzufügen

Du warst dort? Schick uns dein eigenes Foto von „Schwanenbrunnen“. Es wird im Handy verkleinert und verliert dabei die GPS-Daten. Wir prüfen jedes Foto von Hand und zeigen es mit deinem Namen und dem Datum.

Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.