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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa Beau-Regard an der Haspelgasse 15

Die Villa Beau-Regard an der Haspelgasse 15 in Bern wurde 1916–1918 von Max Zeerleder für den Bankdirektor Charles Thormann gebaut.

Adresse
Haspelgasse 15
Baujahr
1916–1918
Architekt
Max Zeerleder (1880–1964), Bern
Stil
nach dem Vorbild Berner Landsitze des 18. Jahrhunderts
Bauherr
Charles Thormann-Zahn, Bankdirektor
Schutz
schützenswert; ISOS national, Erhaltungsziel A
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Hoch über dem Aarehang im Quartier Allmend-Murifeld steht die Villa Beau-Regard. Der zweigeschossige Bau unter einem grossen Walmdach mit breiten Lukarnen entstand von 1916 bis 1918. Architekt war Max Zeerleder (1880–1964), Bauherr der Berner Bankdirektor Charles Thormann-Zahn. Die Schweizerische Bauzeitung stellte das Haus 1921 vor.

Die verputzten Fassaden stehen auf einem hohen Sockel und werden durch Werkstücke aus Hauterive-Stein gegliedert: Fenster- und Türrahmen, Lisenen mit Fugen, ein Gurtgesims und ein kräftig profiliertes Kranzgesims. Die Eingangsseite ist symmetrisch, in ihrer Mitte tritt ein Risalit mit drei Achsen hervor. Zwei Paare toskanischer Säulen flankieren das Portal und tragen im Obergeschoss einen Balkon mit schmiedeeisernem Geländer. Über der Balkontür prangt das Wappen der Familie Thormann, darüber folgen ein gesprengter Giebel und die hochgeklappte Vogeldiele, die Verschalung unter dem Dachvorsprung.

Die Gartenseite ist schlichter; dort rücken nur die mittleren Fenster enger zusammen. Im Südosten steht ein erhöhter Turm mit spitzem Dach, im Nordwesten wölbt sich das Treppenhaus in einem flachen Bogen aus der Fassade, und an einer Ecke öffnet sich eine Veranda mit paarweisen Säulen und Korbbogen nach Westen. Vor dem Garten liegt eine grosszügige Terrasse mit Obelisken, die eine mächtige Stützmauer vom steilen, baumreichen Hang trennt.

Vorbild waren die Berner Landsitze des 18. Jahrhunderts, deren Formensprache Zeerleder in die Jahre des Ersten Weltkriegs übertrug. 1947 kam eine Garage dazu, 1990 wurde das Haus umgebaut. Die Denkmalpflege der Stadt Bern stuft die Villa als schützenswert ein; ihre Umgebung ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) mit dem Erhaltungsziel A verzeichnet. Wer vor dem Portal steht, sollte nach oben schauen: Wappen, Giebel und Vogeldiele bilden eine Achse.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Haspelgasse 15 · Wikidata: Q138950560 · Wikidata: Max Zeerleder (Q133641547)

Lage in Bern
Auf der Karte

Haspelgasse 15

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