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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa am Höheweg 38

Die spätklassizistische Villa am Höheweg 38, Ecke Schosshaldenstrasse, baute Theodor Gränicher 1888/89; ihr Terrassendach war in Bern sehr früh.

Villa am Höheweg 38, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Höheweg 38
Baujahr
1888–1889
Architekt
Theodor Gränicher
Stil
Spätklassizismus
Bauherr
G. Buchmüller-Frank
Schutz
Schutzverträge 1996, 2006, 2011; Bundesschutz 1997
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Wo der Höheweg beginnt, an der Ecke zur Schosshaldenstrasse, steht ein mächtiger dreigeschossiger Kubus inmitten eines grossen Gartens mit altem Baumbestand. Statt eines steilen Dachs schliesst ihn ein flaches Terrassendach ab. Diese Dachform tritt nach dem Urteil der städtischen Denkmalpflege auf Berner Boden hier ungewöhnlich früh auf und macht die Villa besonders.

Gebaut wurde das Haus 1888/89 nach Plänen des Architekten Theodor Gränicher für G. Buchmüller-Frank. Gränicher war in Bern als Villenarchitekt gefragt; gut ein Jahrzehnt später errichtete er etwa an der Schänzlihalde vier Villen, die älteste davon 1900 für Bundeskanzler Gottlieb Ringier.

Der Bau ist streng achsensymmetrisch angelegt. Auf den Breitseiten treten Mittelrisalite vor, auf der Eingangsseite ein höherer Treppenhausturm mit steilem Dach und gekapptem First. Das verputzte Erdgeschoss trennt ein breites Gesimsband von den oberen Geschossen, die mit Schindeln verkleidet sind; ein Kranzgesims schliesst sie ab. Die teilweise gekoppelten hohen Fenster haben aufwendige Fassungen aus Holz und Sandstein, die von Geschoss zu Geschoss anders gestaltet sind.

Vor der Südwestfassade liegt eine Eckveranda in reich verzierter Holzkonstruktion, und alle Eisengeländer zeigen ein geometrisches Muster. Die Denkmalpflege beurteilt die Villa als überzeugend, im Ganzen wie in den Einzelheiten. Die Villa ist gleich mehrfach geschützt: durch Schutzverträge von 1996, 2006 und 2011 sowie durch Bundesschutz seit 1997. Achten Sie beim Vorbeigehen auf den Treppenturm, der als einziger Bauteil über das flache Dach hinausragt.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Höheweg 38 · Bauinventar der Stadt Bern: Schänzlihalde 27 (Gränicher-Villa von 1900) · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Nord) · Wikidata: Q138820915

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Höheweg 38

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