Wohn- und Bürohaus an der Schosshaldenstrasse 1 / Liebeggweg 27–31
Das Wohn- und Bürohaus an der Schosshaldenstrasse 1 und am Liebeggweg 27–31 in Bern bauten Hans und Gret Reinhard 1964/65.

- Adresse
- Liebeggweg 31, Schosshaldenstrasse 1
- Baujahr
- 1964–1965
- Architekt
- Hans und Gret Reinhard, Bern
- Stil
- Architektur der 1960er-Jahre, Skelettbau
- Bauherr
- Hans und Gret Reinhard mit einem weiteren Bauherrn
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Ecke von Schosshaldenstrasse und Liebeggweg im Quartier Allmend-Murifeld steht ein langer, dreigeschossiger Bau aus den Sechzigerjahren. Er enthält Wohnungen und Büros, hat ein zurückversetztes Attikageschoss und eine Tiefgarage. Entworfen haben ihn 1964/65 die Berner Architekten Hans und Gret Reinhard, die zusammen mit einem weiteren Bauherrn auch selbst die Bauherrschaft bildeten. Die Attika wurde noch 1965 erweitert.
Hans Reinhard (1915–2003) hatte an der ETH Zürich bei Otto Rudolf Salvisberg studiert und führte ab 1942 mit seiner Frau Gret ein gemeinsames Büro in Bern. Bekannt wurden die beiden mit dem Verwaltungsbau der Oberzolldirektion (1951–1953), der Schulanlage Steigerhubel und vor allem mit der Überbauung Tscharnergut in Bern-West (1958–1965), die international als vorbildlich galt. Das Haus an der Schosshaldenstrasse entstand also in den Jahren, in denen dieses Grossprojekt abgeschlossen wurde.
Konstruktiv ist es ein Skelettbau. Schlanke Stahlstützen und teils vorspringende Mauern aus Sichtbackstein und Sichtbeton teilen den Baukörper senkrecht ein. Dazwischen wechseln Fenster unterschiedlicher Grösse mit Feldern, die mit Eternit verkleidet sind; so entsteht ein lebendiges Raster. Zur Schosshaldenstrasse hin tritt in den Obergeschossen ein Block mit Balkonen vor die Fassade.
Die dichte Bepflanzung rund um das Haus nimmt dem grossen Quader etwas von seiner Wucht und lässt den Eingang fast verschwinden. Die Denkmalpflege der Stadt Bern bewertet das Gebäude als guten Vertreter der Architektur der 1960er-Jahre, der im Wesentlichen im Originalzustand erhalten ist, und stuft es als schützenswert ein. Beim Vorbeigehen lohnt das Zusammenspiel von Backstein, Beton, Stahl und Eternit in der Fassade einen genaueren Blick.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schosshaldenstrasse 1 / Liebeggweg 27–31 · Wikidata: Q138845308 · HLS: Reinhard, Hans (Evelyne Lang Jakob)
Bauten in der Nähe
Villa an der Muristrasse 1930 mMehrfamilienhaus an der Muristrasse 1750 mWohnhaus am Liebeggweg 2050 mVilla an der Muristrasse 1580 mWohnhaus am Höheweg 3690 mBärenKunstwerk · 340 mFliegende GänseKunstwerk · 350 mSpendebärKunstwerk · 360 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.