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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa an der Muristrasse 15

Die Neurenaissance-Villa an der Muristrasse 15 baute Angelo Nottaris 1897/98; ein runder Erkerturm betont die Ecke zur Strasse.

Villa an der Muristrasse 15, Bern
Foto: Cmdr Zod, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Muristrasse 15
Baujahr
1897–1898
Architekt
Angelo Nottaris (zugleich Bauherr)
Stil
Neurenaissance
Ensemble
Baugruppe Muristrasse 15–19
Veränderungen
1941 Schmuckgiebel durch Dachaufbauten ersetzt
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Hinter einem Grüngürtel, etwas von der Muristrasse zurückgesetzt, steht ein fast würfelförmiger Putzbau unter einem Walmdach, dessen Traufe nahezu bündig mit der Fassade abschliesst. An der Südwestecke, zur Strasse hin, sitzt ein reich gegliederter, zylindrischer Erkerturm. Er ist das Merkmal, an dem man das Haus wiedererkennt.

Gebaut wurde die Villa 1897/98 von Angelo Nottaris, der laut Bauinventar zugleich Bauherr war. Sie gehört zu einer kleinen Gruppe: Zusammen mit den Nachbarhäusern Muristrasse 17, 17A und 19, die ganz ähnliche Formen zeigen, bildet sie eine annähernd symmetrische Baugruppe. Ein Unternehmer, der mehrere Häuser nach gleichem Muster auf eigene Rechnung baute, war in den Berner Aussenquartieren jener Jahre nichts Ungewöhnliches.

Am stärksten wirken die aufwendigen und eigenwilligen Einfassungen und Verdachungen der Fenster. Sie passten ursprünglich zu Schmuckgiebeln auf dem Dach und zu einer Bekrönung des Firsts. 1941 wurden die Schmuckgiebel durch breite Dachaufbauten ersetzt. Über dem gebänderten Erdgeschoss teilen ein profiliertes Gesims zwischen den Stockwerken und ein Kranzgesims die Fassaden in der Waagrechten, während Pilaster, im Obergeschoss mit Reliefs, die Senkrechte betonen. Die Fenster sind regelmässig verteilt, und einzelne Teile der Fassaden treten als Risalite leicht vor. Auf der Ostseite liegt eine Veranda.

Weil die Nachbarhäuser 17, 17A und 19 sehr ähnliche Formen zeigen, wirkt die Gruppe von der Strasse aus wie eine Einheit. Trotz verschiedener Veränderungen gilt die Villa als im Wesentlichen erhalten, und das Bauinventar stuft sie als schützenswert ein. Wer an der Muristrasse steht, sollte den Erkerturm mit dem Nachbarhaus Nummer 19 vergleichen: Die Verwandtschaft der Bauten ist gut zu sehen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Muristrasse 15 · Bauinventar der Stadt Bern: Muristrasse 19 · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Nord) · Wikidata: Q128122766

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Muristrasse 15

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