Kniende

- Künstler*in
- Max Fueter
- Jahr
- 1931
- Material
- Bronze auf Steinsockel, Guss W. Geister & Co., Berlin, Lichterfelde, DE (Hinten, linke Kante)
- Ort
- Schosshaldenfriedhof, Ostermundigenstrasse 116, Diakonissen Friedhof
Geschichte des Werks
Beim Friedhof der Diakonissen, einem Teil des Schosshaldenfriedhofs, steht auf einem Steinsockel eine kniende Frauenfigur aus Bronze. Max Fueter hat sie 1931 geschaffen. Nach den städtischen Angaben trägt der Guss hinten an der linken Kante den Vermerk der Giesserei W. Geister & Co. in Berlin-Lichterfelde.
Die Berliner Giesserei verweist auf Fueters Jahre in Deutschland. Das Künstlerlexikon SIKART berichtet, dass er von 1926 bis 1929 in Berlin arbeitete; zu seinem Umfeld dort zählten der Maler Erich Heckel und die Bildhauer Ludwig Thormaelen und Alexander Zschokke. 1929 und 1930 lebte er mit einem Stipendium der Gleyre-Stiftung in Rom, danach bis 1955 in Wabern bei Bern.
Fueter wurde am 6. März 1898 geboren; SIKART nennt Bern als Geburtsort, das Historische Lexikon der Schweiz Konolfingen. Er wuchs von 1907 bis 1914 im Burgerlichen Waisenhaus auf, legte am Literargymnasium die Reifeprüfung ab und begann 1918 an der Gewerbeschule, wo er zusammen mit seinem Freund Karl Geiser modellierte. Im selben Jahr zeigte er an der ersten Ausstellung der neuen Kunsthalle Bern einen Knabenkopf. Daneben besuchte er Vorlesungen in Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie.
Die menschliche Figur blieb sein Thema. In Bern stammen von ihm unter anderem der Diskuswerfer im Marzilibad, der Flötenspieler in der Laube der Rathausgasse und der Lebensbrunnen auf der Schanzenterrasse. Von 1950 bis 1954 sass er in der städtischen Kunstkommission. Fueter starb am 29. September 1983 in Bern. Wer die Figur umrundet, findet den Giessereivermerk an der linken hinteren Kante.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART: Max Fueter (Johanna Strübin Rindisbacher) · HLS: Fueter, Max (Tapan Bhattacharya) · Wikipedia (de): Max Fueter · Wikipedia (de): Schosshaldenfriedhof
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.