Öffnung der Archive

- Künstler*in
- Urs-Peter Twellmann
- Jahr
- 1997-1998
- Material
- Holz
- Ort
- Bundesarchiv, Archivstrasse 24
Geschichte des Werks
Beim Schweizerischen Bundesarchiv an der Archivstrasse 24 steht eine Arbeit aus Holz von Urs-Peter Twellmann. Die Stadt datiert sie auf 1997 und 1998 und nennt sie „Öffnung der Archive“. Im Künstlerlexikon SIKART erscheint sie mit dem vollständigen Titel „Tatort Grauholz – Öffnung der Archive“ und dem Jahr 1998; das Bundesarchiv ist dort unter Twellmanns Werkstandorten aufgeführt.
SIKART zählt die Arbeit zu einer Gruppe von Werken, die Twellmann mit dem Wort „Archiv“ betitelt hat. Darin schneidet er Baumstämme so zu, dass sie an Bibliotheken oder Magazine erinnern. Seine Werkzeuge sind Motorsägen verschiedener Art; das Zersägen eines Stammes bezeichnet er selbst als „öffnen“.
Twellmann stammt aus Langnau im Emmental, wo er am 5. April 1959 geboren wurde. Nach den Anfängen einer Ausbildung zum Lehrer führte ihn die Fotografie zur Druckgrafik, wo ihm der Holzschnitt am meisten lag. 1983 besuchte er die Schule für Gestaltung in Bern, 1992 und 1993 bildete er sich in New York an der Art Students League und am Manhattan Graphics Center weiter. Seither steht die Bildhauerei in Holz im Zentrum. Um dieselbe Zeit wie die Arbeit am Bundesarchiv entstand die Gurten-Kugel (1998/99), für die er das Abbruchholz des früheren Hotels auf dem Gurten zu einer grossen Kugel verdichtete.
Das Bundesarchiv ist in einem Gebäude untergebracht, das in den Jahren 1896 bis 1899 unter der Leitung von Theodor Gohl entstand. Bis 1931 teilte es die Räume mit der Landesbibliothek; 1980 bis 1985 wurde es renoviert und um ein unterirdisches Magazin erweitert, in dem heute der grösste Teil der Bestände liegt. Vor Ort lohnt sich ein genauer Blick auf die Schnitte im Holz.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART: Urs-P. Twellmann (Gabrielle Obrist) · Wikipedia (de): Urs-Peter Twellmann · Wikipedia (de): Schweizerisches Bundesarchiv
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.