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Kunst in Bern · Werk

Gazelle

Gazelle von Willy Vuilleumier, Portal Botanischer Garten, Lorrainebrücke, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Willy Vuilleumier
Jahr
1935
Material
Bronze
Ort
Portal Botanischer Garten, Lorrainebrücke

Geschichte des Werks

Wer von der Lorrainebrücke zum Botanischen Garten hinuntergeht, kommt durch ein steinernes Tor mit der Inschrift „Botanischer Garten“. Obenauf liegt eine Antilope aus grün patinierter Bronze mit langen, gedrehten Hörnern, die Beine unter den Körper gezogen, den Kopf erhoben. Das Verzeichnis der Stadt Bern und das Bauinventar nennen sie „Gazelle“ und datieren sie auf 1935; im Bauinventareintrag zur Lorrainebrücke heisst dieselbe Figur „Antilope“.

Der Garten selbst ist viel älter als die Figur. Er wurde von 1860 bis 1862 auf einem dreieckigen, terrassierten Gelände zwischen der Aare, dem heutigen Altenbergrain und dem Damm der früheren Eisenbahnbrücke angelegt. Das Hauptgebäude entwarf Kantonsbaumeister Friedrich Salvisberg. Nach dem Bauinventar sind in die Anlage mehrere Plastiken eingebunden; die Gazelle am Tor wird dabei ausdrücklich genannt. Die benachbarte Lorrainebrücke war 1930 eröffnet worden.

Willy Vuilleumier kam am 11. September 1898 in Châtelaine bei Genf zur Welt und starb am 8. November 1983 in Genf. Er lernte Ziselieren, Gravieren und Bildhauerei an der Genfer Ecole des arts industriels. 1923 ging er nach Paris ins Atelier von Léon Leyritz und blieb bis 1939. 1925 zeigte er erste Werke an der Exposition internationale des Arts décoratifs. Nach der französischsprachigen Wikipedia galt sein Interesse besonders den Tieren, daneben schuf er Büsten und Frauenfiguren. 1949 gründete er mit dem Maler Fred Fay die kantonale Kunstschule im Wallis, an der er 23 Jahre unterrichtete.

In Bern stellte Vuilleumier schon 1922 in der Galerie Wyss aus. Später entstanden Tierplastiken für öffentliche Orte vor allem in der Westschweiz, etwa Gämse, Murmeltier und Steinbock im Wallis oder Schwäne in Genf. Den Namen schreiben die Berner Quellen uneinheitlich: Das Bauinventar führt ihn auch als Vuillemier und Wuillemier.

Am besten sieht man die Figur von der Strasse vor dem Tor aus: Von dort zeichnen sich die gedrehten Hörner gegen den Himmel ab.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Bauinventar der Stadt Bern: Altenbergrain 21 (Botanischer Garten) · Bauinventar der Stadt Bern: Lorrainebrücke · SIKART Lexikon: Willy Vuilleumier · Wikipedia (fr): Willy Vuilleumier · Wikimedia Commons: Foto des Werks (Ansicht)

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.