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Kunst in Bern · Werk

Pelikan

Pelikan von Willy Vuilleumier, Kompetenzzentrum Jugend und Familie Schlossmatt, Huberstrasse 30, 3008 Bern, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Willy Vuilleumier
Jahr
1956
Material
Bronze
Ort
Kompetenzzentrum Jugend und Familie Schlossmatt, Huberstrasse 30, 3008 Bern

Geschichte des Werks

Vor der Westseite des Hauses Huberstrasse 30 in Holligen steht ein Zierbrunnen aus Stein, auf dem ein Pelikan aus Bronze sitzt. Geschaffen hat ihn 1956 der Genfer Bildhauer Willy Georges Vuilleumier. Heute gehört das Haus zum städtischen Kompetenzzentrum Jugend und Familie Schlossmatt.

Die Einrichtung ist alt. Nach einer Übersicht des Stadtarchivs begann sie 1858 als Notfallstube im Marzili, in der obdachlos gewordene Menschen, aber auch verlassene Kinder unterkamen. 1899 wurde daraus das Notasyl am Besenscheuerweg, der späteren Tscharnerstrasse, und 1912 das Jugendheim für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Weil die Räume dort nicht mehr genügten, beschloss die Gemeinde 1951 einen Neubau auf dem Schlossgut in Holligen; das Archiv nennt dafür die Huberstrasse 20. Am 1. Dezember 1954 wurde das neue Heim eröffnet, zwei Jahre vor dem Pelikan. Nach einem Wettbewerb von 1980 wurde es umgebaut und im September 1985 unter dem alten Flurnamen Schlossmatt wiedereröffnet.

Vuilleumier kam am 11. September 1898 in Châtelaine bei Genf zur Welt und starb am 8. November 1983 in Genf. Sein Bürgerort war Tramelan im Berner Jura. Er lernte an der École des arts industriels in Genf; laut der französischsprachigen Wikipedia arbeitete er ab 1923 rund zwei Jahrzehnte in Paris, unter anderem im Atelier von Léon Leyritz, und zeigte 1925 erste Werke an der internationalen Ausstellung für dekorative Künste. 1949 gründete er mit dem Maler Fred Fay die kantonale Kunstschule im Wallis, an der er 23 Jahre unterrichtete.

SIKART nennt Figuren, Bildnisse und Tiere als seine Themen. In der Westschweiz stehen von ihm mehrere Tierbrunnen, etwa der Adlerbrunnen in Sitten von 1950 und ein Pinguinbrunnen an einer Genfer Schule. Vor Ort lohnt sich der Blick auf den Vogel, der über dem Wasser thront.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART: Willy Georges Vuilleumier · Wikipedia (fr): Willy Vuilleumier · Stadtarchiv Bern: Geschichte des Jugendheims · Wikidata: Brunnen Schlossmatt · Wikimedia Commons: Brunnen Schlossmatt

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Kompetenzzentrum Jugend und Familie Schlossmatt, Huberstrasse 30, 3008 Bern

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.