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Kunst in Bern · Werk

Chribu

Chribu von Ueli Berger, Die Mobiliar, Bundesgasse 35, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Ueli Berger
Jahr
1986
Material
Stahlrohr, bemalt (rot)
Ort
Die Mobiliar, Bundesgasse 35

Geschichte des Werks

Vor der regelmässigen Fassade des Mobiliar-Gebäudes an der Bundesgasse steigt ein rot lackiertes Stahlrohr in mehreren langen, schräg gestellten Schlaufen auf und reicht über mehrere Geschosse. Unten berühren die Bögen den Gehweg, oben endet das Rohr frei in der Luft. Die Linie wirkt wie ein mit einem Stift gezogener Strich, nur ins Riesenhafte vergrössert.

Genau so beschreibt das Künstlerlexikon SIKART die Absicht: Der „Chribel“, wie SIKART das Werk nennt, setze dem strengen Raster des Neubaus der Mobiliar eine monumental vergrösserte zeichnerische Geste entgegen. Die Stadt Bern führt den Titel als „Chribu“, ein Foto auf Wikimedia Commons als „Grosser Chribel“. SIKART datiert die Plastik auf 1985 bis 1986 und nennt lackierten Stahl als Material. Der Neubau des Hauptsitzes entstand um 1986; das Bauinventar erwähnt ihn beim benachbarten Altbau an der Bundesgasse 33, dessen Hofbrunnen bei dieser Gelegenheit renoviert wurde.

Ueli Berger wurde am 7. Mai 1937 in Bern geboren und erlernte zuerst das Malerhandwerk. 1958 lernte er an der Kunstgewerbeschule Susi Wyss kennen, die er 1962 heiratete. Von 1965 bis 1969 leitete er Design und Entwicklung bei der Firma Trösch, ab 1970 war er selbständig als Designer und Künstler. Mit seiner Frau entwarf er Möbel, die heute als Klassiker gelten, etwa die „Wolkenlampe“ von 1970. Von 1982 bis 1986 unterrichtete er plastisches Gestalten an der ETH Zürich. Für Bauten und öffentliche Räume schuf er nach SIKART rund hundert Entwürfe, von denen etwa die Hälfte verwirklicht wurde; in Bern entwarf er 1979 auch das Konzept für die Kunst auf dem Bahnhofplatz.

Berger starb am 8. November 2008 in Bern. 2010 erhielten Susi und Ueli Berger den Grand Prix Design des Bundes, er postum.

Wer vor dem Gebäude steht, kann das Spiel nachvollziehen, das SIKART beschreibt: Die schrägen roten Bögen schneiden quer durch die senkrechten Fensterachsen der Fassade.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART Lexikon: Ueli Berger · Wikipedia (de): Susi und Ueli Berger · Bauinventar der Stadt Bern: Bundesgasse 33 (Mobiliar) · Wikimedia Commons: Foto des Werks (Ansicht)

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Die Mobiliar, Bundesgasse 35

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.