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Kunst in Bern · Werk

Zwei Arbeiter

Zwei Arbeiter von Etienne Didier Alphonse Perincioli, EWB, Sulgeneckstrasse 18, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Etienne Didier Alphonse Perincioli
Jahr
1930
Material
Waschbeton-Relief
Ort
EWB, Sulgeneckstrasse 18

Geschichte des Werks

Am Gebäude an der Sulgeneckstrasse 18 stehen in zwei flachen, gerahmten Wandnischen zwei unbekleidete Männer, frontal und streng aufgerichtet. Jeder hält ein schweres Werkstück vor dem Körper: der eine ein grosses, gabelförmiges Teil, der andere ein zylindrisches Stück. Unter den Nischen sind heute Briefkästen und Lüftungsgitter angebracht. Die Stadt Bern verzeichnet die Gruppe als „Zwei Arbeiter“ von 1930 und bezeichnet das Material als Waschbeton.

Das Gebäude gehört zum städtischen Elektrizitätswerk, heute Energie Wasser Bern. Den Kern bildet ein Magazinbau, den Eduard Rybi 1905 errichtete. 1929 erweiterte ihn Walter von Gunten mit einem Neubau auf der Nordseite, 1939 passte man die Fassade des älteren Teils an und setzte das Walmdach auf. Das Bauinventar nennt den Bau ein für Bern ziemlich einmaliges Beispiel der sachlichen Moderne und erwähnt guten plastischen Schmuck beim Eingang, ohne den Künstler zu nennen. Die Figuren entstanden ein Jahr nach der Erweiterung von 1929.

Etienne Perincioli wurde am 3. Oktober 1881 in Doccio im Piemont geboren. Er lernte an der Kunstgewerbeschule in Varallo, arbeitete als Stuckateur in Montreux und bildete sich 1902 und 1903 in Paris weiter. 1908 kam er nach Bern, um am Casino und am Grandhotel Bellevue als Bildhauer zu arbeiten, und blieb. SIKART nennt Kunst am Bau und die Restaurierung alter Bauplastik als seine Arbeitsgebiete. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Kentaur aus Kunststein von 1918 am Brückenkopf der Kirchenfeldbrücke bei der Kunsthalle; von ihm stammt auch die Ausstattung des Kinos Splendid im Stil des Art déco. Er starb am 10. März 1944 in Bern. Sein Sohn Marcel Perincioli wurde ebenfalls Bildhauer.

Wer Perinciolis Bauplastik in Bern weiter verfolgen will, findet den Kentaur bei der Kunsthalle; dort lässt sich seine Kunststeinfigur von 1918 mit den beiden Arbeitern von 1930 vergleichen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Etienne Perincioli · SIKART Lexikon: Etienne Perincioli · Bauinventar der Stadt Bern: Sulgeneckstrasse 18, 22 (Elektrizitätswerk) · Bildhauer Perincioli (Familienwebsite): Kunst am Bau · Wikimedia Commons: Foto des Werks (Ansicht)

Lage in Bern
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EWB, Sulgeneckstrasse 18

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.