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Kunst in Bern · Werk

Der 4. Ort (auch: Projekt Thorberg / 1:1 Denk- und Nutzskulptur)

Der 4. Ort (auch: Projekt Thorberg / 1:1 Denk- und Nutzskulptur) von Heinz Brand, Universität Bern, Grosse Schanze, 3012 Bern, Parkterrasse, nördlich des Haller-Denkmals, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Heinz Brand
Jahr
2003
Material
Beton
Ort
Universität Bern, Grosse Schanze, 3012 Bern, Parkterrasse, nördlich des Haller-Denkmals

Geschichte des Werks

Auf der Terrasse vor der Universität an der Grossen Schanze, nördlich vom Haller-Denkmal, steht ein massiver Körper aus Beton. Heinz Brand hat ihn 2003 geschaffen. Das städtische Verzeichnis führt das Werk unter dem Titel „Der 4. Ort“ und zusätzlich unter den Namen „Projekt Thorberg“ und „1:1 Denk- und Nutzskulptur“. Nach einem Bericht von SRF aus dem Jahr 2016 bildet die Skulptur eine Zelle der Strafanstalt Thorberg nach.

Heinz Brand kam am 8. März 1944 in Biberist zur Welt. Er besuchte von 1960 bis 1965 die Kunstgewerbeschule in Bern, belegte 1968 die Fotoklasse in Zürich und ging von 1976 bis 1978 nach Maastricht an die Jan van Eyck Academie. Das Lexikon SIKART nennt als Grundlage seiner Arbeit die Beschäftigung mit dem Zen-Buddhismus, die auf Aufenthalte in Kyoto 1966 und 1984 zurückgeht, und eine Werkreihe von Denkflächen und Denk-Skulpturen seit den 1970er-Jahren. Brand lebt in Reichenbach bei Zollikofen.

Der Titel taucht im selben Jahr auch im Museum auf: 2003 zeigte das Kunstmuseum Luzern eine Ausstellung Brands mit dem Namen „Der 4. Ort“, einen Querschnitt seiner Arbeiten seit den 1970er-Jahren. Dafür erweiterte er die Installation „Torloses Tor“ so, dass sie von den Ausstellungsräumen bis zum Wasserbecken vor dem Kultur- und Kongresszentrum reichte. Weitere Arbeiten von ihm in Bern sind „Schachloses Schach“ (1986) aus Granit und Marmor vor dem Bundesarchiv und „Visuelle Relativität“ (1973) am Institut für Exakte Wissenschaften, ebenfalls auf der Grossen Schanze.

Die Skulptur wird immer wieder besprayt. SRF berichtete 2016, dass viele Passanten die bemalte Wand gar nicht als Kunstwerk erkennen und dass Reinigungsteams des Tiefbauamts die Kunstwerke dort regelmässig säubern. Auf den Fotos in Wikimedia Commons ist eigens vermerkt, dass die Sprayereien nicht zum Werk gehören.

Der Ort selbst hat eine lange Geschichte: Die Gemeinde legte 1890/91 auf der Schanze einen Park an, seit 1908 steht dort das Denkmal für Albrecht von Haller von Hugo Siegwart. Zwischen 1957 und 1967 wurde der Hang für die Bahnanlagen abgetragen und durch neue Terrassen ersetzt. Wer heute vor dem Betonblock steht, hat das bronzene Haller-Standbild nur wenige Schritte entfernt im Blick.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SRF, 4. 5. 2016: Eine App aus Bern will Kunst im öffentlichen Raum retten · SIKART: Heinz Brand (Susanne Bieri) · Wikipedia (de): Heinz Brand (Künstler) · Kunstmuseum Luzern: Heinz Brand – Der 4. Ort · Bauinventar Stadt Bern: Baugruppe Grosse Schanze · Wikimedia Commons: Betonplastik Der 4. Ort (Heinz Brand 2003)

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Universität Bern, Grosse Schanze, 3012 Bern, Parkterrasse, nördlich des Haller-Denkmals

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