Ort des Dankes

- Künstler*in
- Reto Leibundgut
- Jahr
- 2019
- Material
- Steinskulptur auf Steinteppich, Eichenbänke, Weiher
- Ort
- Inselpark, im Wäldchen auf dem Engländerhubel zwischen Inselheim und Loryhaus
Geschichte des Werks
In einem kleinen Wäldchen auf dem Engländerhubel, zwischen dem Inselheim und dem Carl-Ludwig-Lory-Haus, ruht ein grosser Steinblock auf einer Fläche aus dicht gesetzten kleinen Steinen, gleich daneben ein runder Weiher und schwere Bänke aus Eichenholz. Laut der Medienmitteilung der Insel Gruppe soll die Skulptur wie ein freundliches, vertrautes Wesen wirken; ihre behauene Seite ist zum Anfassen und Anlehnen gedacht.
Eingeweiht wurde der Ort am 6. November 2019. Die Anregung kam vom Direktor der Stiftung Swisstransplant: Auf dem Areal sollte es einen Platz geben, an dem Menschen, die ein Organ erhalten haben, und Angehörige von Spenderinnen und Spendern ihre Dankbarkeit ausdrücken können. Die Insel Gruppe setzte eine Jury ein, die den Künstler auswählte. Der Ort steht allen offen und ergänzt die Räume der Stille und die beiden Kapellen auf dem Inselareal.
Reto Leibundgut wurde laut SIKART am 14. Juli 1966 in Büren zum Hof geboren. Er machte von 1983 bis 1987 eine Lehre als Dekorationsgestalter in Thun, begann 1993 bildhauerisch zu arbeiten und besuchte von 1995 bis 1997 die Kunstklasse der Berner Hochschule für Gestaltung bei Václav Požárek. Ab 1997 entstanden Installationen. Er erhielt unter anderem 1999 den Eidgenössischen Preis für freie Kunst und 2007 den Thuner Kunstpreis der Stadt; 2008 erschien die Monografie „Fügungen und Kaskaden“. Nach der Medienmitteilung lebt er in Basel.
Der Ort hat eine lange Gartengeschichte. Das Inselheim war einst der Herrenstock des Landguts Donnerbühl; seinen heutigen Namen erhielt der Hügel nach Arnold König, der aus England zurückgekehrt war und hier um 1845 bis 1853 wohnte. Ab 1855 liessen die Schwestern Pauline und Rosina May einen Landschaftspark anlegen, 1919 kaufte das Inselspital das Gut. Laut dem Flyer zum Inselpark leben in den drei Teichen des Parks Frösche, Molche und Libellen. Vor Ort ist Anfassen ausdrücklich erwünscht: Die behauene Flanke der Skulptur wurde dafür gestaltet.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Insel Gruppe: Medienmitteilung ‚Neu im Park des Inselspitals: Der Ort des Dankes‘ (6. November 2019) · SIKART: Reto Leibundgut · Bauinventar der Stadt Bern: Freiburgstrasse 41 (Inselheim, heute Freiburgstrasse 31) · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Loryspital · Inselspital, Direktion Infrastruktur: Flyer Inselpark (2018) · Wikimedia Commons: Installation Ort des Dankes (Reto Leibundgut 2019)
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