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Kunst in Bern · Werk

Bannerträger

Bannerträger von Ernst Linck, Brunnerhaus, Hotelgasse 1 (Ecke Kramgasse 85–87), Fassade zur Hotelgasse, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Ernst Linck
Jahr
1906
Material
Wandmalerei
Ort
Brunnerhaus, Hotelgasse 1 (Ecke Kramgasse 85–87), Fassade zur Hotelgasse

Geschichte des Werks

An der Seitenfassade des Brunnerhauses zur Hotelgasse, nur wenige Schritte vom Zytglogge entfernt, hat Ernst Linck 1906 einen grossen Bannerträger an die Wand gemalt. Wikidata nennt als Motive einen Landsknecht, ein Banner und einen Bären und führt als offiziellen Namen die Schreibweise „Bannersträger“.

Für Linck war das Bild ein früher Auftrag und nicht der Höhepunkt seiner Laufbahn. Laut einem Beitrag der Schweizerischen Nationalbibliothek ebnete es ihm den Weg zur farbigen Ausmalung bernischer Kirchen und zu Kirchenfenstern. 1913 malte er für die Schalterhalle der damaligen Spar- und Leihkasse am Bundesplatz das Fresko „Landwirtschaft – Gewerbe – Industrie“. An einer Schau über Wand- und Glasmalerei in der Kunsthalle Bern war Linck 1929 mit 31 Arbeiten vertreten, darunter Skizzen zum Bannerträger.

Linck kam 1874 in Windisch zur Welt und lernte in Zürich Dekorationsmaler. Ab 1899 lebte er dauerhaft in Bern, leitete bis 1912 eine eigene Malschule und unterrichtete Aktzeichnen an der Kunstgewerbeschule, laut SIKART ab 1906, laut Wikipedia schon ab 1904. Das Lexikon SIKART rechnet ihn zur sogenannten Berner Malerschule, die sich am Stil Ferdinand Hodlers orientierte. Er bemalte auch die historischen Berner Brunnen und frischte im Hauptportal des Münsters die Bilder des Nelkenmeisters auf. Linck starb 1935 in Bern.

Von seinen öffentlichen Arbeiten in der Stadt ist wenig geblieben: Kursaal und Variété Corso wurden abgebrochen, die Bilder in der Bank bei einem Umbau in den 1970er-Jahren entfernt. Der Bannerträger blieb, und 1929 restaurierte Linck ihn selbst. In seinem Archiv in der Nationalbibliothek liegt ein Foto, das ihn mit anderen Männern auf einem Baugerüst beim Bemalen der Fassade zeigt. Das Haus selbst hat laut Historischem Lexikon der Schweiz der Architekt Karl Indermühle renoviert und ergänzt. Wer genau hinsieht, findet am Bild auch Lincks Signatur, die Wikidata eigens dokumentiert.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Schweizerische Nationalbibliothek: The eternal standard-bearer (Gerry Fässler) · Schweizerische Nationalbibliothek: Ernst Linck archive · HelveticArchives: Ernst Linck vor dem Bannerträger (Fotografie) · SIKART: Ernst Linck (Michael Baumgartner) · Wikipedia (de): Ernst Linck · HLS: Karl Indermühle (Anne-Marie Biland) · Wikidata: Bannerträger (Q64852213) · Wikimedia Commons: Wandmalerei Bannerträger (Ernst Linck 1906)

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Brunnerhaus, Hotelgasse 1 (Ecke Kramgasse 85–87), Fassade zur Hotelgasse

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