Mehrfamilienhaus an der Muristrasse 31
Das villenartige Mehrfamilienhaus an der Muristrasse 31 baute Otto Lutstorf 1907; heute ist darin die Botschaft von Ungarn untergebracht.

- Adresse
- Muristrasse 31
- Baujahr
- 1907
- Architekt
- Otto Lutstorf, Bern
- Heute
- Botschaft von Ungarn
- Bauherr
- F. Hadorn
- Schutz
- schützenswert
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Muristrasse stehen nebeneinander zwei Häuser, die derselbe Architekt im selben Jahr baute: die Nummer 31 und der Doppelbau 33/35. Beide entwarf 1907 der Berner Architekt Otto Lutstorf für den Bauherrn F. Hadorn. Lutstorf, der unter anderem in der Matte und an der Schwanengasse baute, führte später mit Ludwig Mathys ein Büro; er starb 1908.
Die Nummer 31 ist ein blockhafter, villenartiger Bau unter einem hohen Mansarddach. Der Verputz ist in Besenwurf aufgetragen, einer rauen, mit dem Besen angeworfenen Technik. Der Sockel besteht aus Hauterive-Kalkstein in Rustikaform, und ein umlaufendes Gesims trennt Erdgeschoss und erstes Obergeschoss. Die Seiten- und die Rückfassade sind bescheiden gehalten; alle Aufmerksamkeit gilt der streng symmetrischen Strassenseite mit ihren aufwendigen Sandsteinteilen.
Ihre Mitte bildet ein wenig vorspringender, feiner verputzter Risalit unter einem Zwerchdach mit Giebellaube, verzierten Holzstreben und Fachwerk im Giebelfeld. Er trägt auf zwei Etagen Balkone auf Konsolen, jeder davon anders gestaltet. In den äusseren Achsen fassen verzierte Sandsteinblenden die hohen Zwillingsfenster zu senkrechten Bändern zusammen. Die geschwungenen Fensterverdachungen im ersten Obergeschoss zeigen an, dass dort die vornehmste Etage lag. Das Bauinventar nennt das Formenrepertoire ausgesprochen eklektizistisch.
1960 wurde eine Garage angebaut, 1969 eine Antennenanlage installiert. Schon 1990 hielt das Bauinventar fest, dass das Haus als Botschaft dient. Heute ist die Muristrasse 31 die Adresse der Botschaft von Ungarn; die konsularische Abteilung befindet sich an einer anderen Adresse. Das Gebäude ist als schützenswert eingestuft.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Muristrasse 31 · Bauinventar der Stadt Bern: Muristrasse 33, 35 · Botschaft von Ungarn in Bern: Kontakt · EDA: Vertretung Ungarns in der Schweiz (Stand Januar 2026) · Universität Bern: Muesmattstrasse 29 (Büro Lutstorf & Mathys) · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Matte · Wikidata: Q127830483
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