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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa an der Alpenstrasse 35

Die Neubarockvilla an der Alpenstrasse 35 in Bern, um 1903–1905 von Stettler & Hunziker gebaut, nimmt Schloss Oberdiessbach zum Vorbild.

Villa an der Alpenstrasse 35, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Alpenstrasse 35
Baujahr
1903 (Datenfeld Bauinventar, Wikidata) bzw. 1905 (Titel Inventarblatt)
Architekt
Stettler & Hunziker
Stil
Neubarock, nach Schloss Oberdiessbach
Bauherrschaft
Dr. Paravicini
Schutz
Teil des Villenensembles Thunplatz (KGS A)
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Alpenstrasse, nahe beim Thunplatz, liegt in einem grossen Park eine herrschaftliche Villa im neubarocken Stil. Geplant hat sie das Berner Büro Stettler & Hunziker, Bauherr war ein Dr. Paravicini. Beim Baujahr gehen die Angaben auseinander: Das Datenfeld des städtischen Bauinventars, Wikidata und die Kulturgüterliste nennen 1903, die Überschrift desselben Inventarblatts dagegen „Villa von 1905“.

Das Vorbild ist deutlich: Grundriss, Aufbau und Dachform des doppel-T-förmigen Baukörpers folgen dem Schloss Oberdiessbach. An dessen französisch geprägte Formen erinnern auch die dreiteilige Loggia in der Mitte und die Lukarnen mit Giebeln. Andere Teile richten sich dagegen nach dem Spätbarock aus der Zeit nach 1750, so die Fensterformen, der Bauschmuck und der stark geschweifte Salon-Erker mit Balkon in der Mitte der Gartenseite.

Die Denkmalpflege urteilt offen: Trotz grosser Sorgfalt in den Details sei der Widerspruch zwischen den beiden Vorbildern nicht ganz aufgelöst. Gerade das macht das Haus interessant – man sieht, wie Architekten um 1900 ältere Berner Landsitze und französische Formen zu einem neuen Herrschaftshaus zusammensetzten. Das Inventarblatt stuft die Villa als schützenswert ein und zählt sie zur Baugruppe Kirchenfeld.

Die Villa ist mitsamt ihrem parkartigen Garten erhalten. Sie gehört zum Villenensemble Thunplatz, das als Kulturgut von nationaler Bedeutung gilt; Wikidata führt das Gebäude selbst als Kulturgut von kantonaler oder lokaler Bedeutung. Von der Strasse aus lohnt sich ein Blick auf die Gartenseite mit dem geschwungenen Erker.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Alpenstrasse 35 · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Süd) – Villenensemble Thunplatz, KGS-Nr. 738 · Wikidata: Q138798169

Lage in Bern
Auf der Karte

Alpenstrasse 35

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