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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa an der Thunstrasse 59

Die Neurokokovilla an der Thunstrasse 59 baute Henry Berthold von Fischer 1900; sie gehört zum national geschützten Villenensemble Thunplatz.

Villa an der Thunstrasse 59, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Thunstrasse 59
Baujahr
1900
Architekt
Henry Berthold von Fischer
Stil
Neurokoko
Bauherr
Kirchenfeld-Baugesellschaft, Bern
Nebenbau
Remisenpavillon Thunstrasse 59A
Schutz
Teil des Villenensembles Thunplatz, Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS 738); vertraglich seit 1982
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Thunplatz, einem der drei Strahlenplätze des Kirchenfelds, steht eine kompakte Villa von drei auf drei Achsen unter einem Mansartwalmdach. Gebänderte Lisenen fassen alle Gebäudekanten ein, und je vier schmale Putzlisenen, die zwei Geschosse zusammenfassen, teilen jede Fassade in drei Achsen. Das Kranzgesims läuft um alle senkrechten Glieder herum.

Die Villa entstand 1900 für die Kirchenfeld-Baugesellschaft nach Plänen von Henry Berthold von Fischer. Der Berner Architekt hatte an der École des Beaux-Arts in Paris studiert und griff in seinen Bauten auf den bernischen Landhausstil des 18. Jahrhunderts zurück. Im gleichen Jahr baute er ganz in der Nähe an der Thunstrasse 52 die Villa Le Pavillon als eigenes Wohnhaus. Das Kulturgüterschutz-Inventar fasst mehrere Villen um den Platz, darunter Thunstrasse 59 bis 63, als Villenensemble Thunplatz von nationaler Bedeutung zusammen.

Die Fenster haben im Erdgeschoss gerade, im Obergeschoss stichbogige Einfassungen. Vor der Gartenfassade liegt in der Mittelachse ein steinerner Verandavorbau mit Terrasse. Auf der Ostseite sitzt in der Mitte das Portal zwischen zwei hochovalen Fensterchen, darüber ein geschwungener Balkon, getragen von Konsolen mit Voluten; im Erdgeschoss haben die äusseren Achsen dieser Seite keine Öffnungen. Die Westseite ist gleich gegliedert, nur ohne Portal.

Erhalten sind die ursprüngliche Grundstückseinfassung mit steinernen Pfosten und Staketenzaun sowie ein stattlicher Remisenpavillon an der Ecke zur Ensingerstrasse (Nr. 59A), der die Formen der Villa übernimmt. Das Haus wurde 1982 renoviert und im selben Jahr vertraglich geschützt. Achten Sie auf den geschwungenen Balkon über dem Seitenportal.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Thunstrasse 59, 59A · KGS-Inventar (BABS/GSK): Villenensemble Thunplatz, KGS 738 (Wayback-Kopie) · Historisches Lexikon der Schweiz: Fischer, Henry Berthold von · Wikipedia (de): Henry Berthold von Fischer · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Kirchenfeld · Wikidata: Q139619763

Lage in Bern
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Thunstrasse 59

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