Villa an der Kirchenfeldstrasse 78
Die Villa an der Kirchenfeldstrasse 78 in Bern ist ein neubarockes Wohnhaus von 1904 mit Jugendstil-Anklängen und heute Sitz der Botschaft Rumäniens.

- Adresse
- Kirchenfeldstrasse 78
- Baujahr
- 1904
- Architekt
- Bracher & Widmer, Bern
- Stil
- Neubarock mit Jugendstil-Einfluss
- Heute
- Botschaft Rumäniens
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Im Kirchenfeld, wenige Schritte westlich des Thunplatzes, steht an der Kirchenfeldstrasse 78 eine Villa, die man an ihrem geschwungenen Giebel erkennt. Das Quartier entstand erst nach 1881, als die Berne-Land-Company aus London die Kirchenfeldbrücke baute und auf der anderen Seite der Aare ein Wohngebiet für das wohlhabende Bürgertum erschloss. Die Villa gehört zu der Baugruppe Kirchenfeld, die von Villen und anspruchsvollen Mietshäusern geprägt ist.
Geplant wurde das Haus 1904 vom Berner Büro Bracher & Widmer, das im Kirchenfeld mehrere Bauten entwarf. Bauherr war ein Dr. Hegg. Die Architekten wählten einen neubarocken Stil, in den Formen des Jugendstils einfliessen, und setzten ein Mansartdach auf. Die grob verputzten Fassaden stehen auf einem Kellersockel und werden von Gurtgesimsen mit senkrechten Rillen gegliedert.
Gegen die Strasse springt ein breiter Mittelteil mit geschweiftem Giebel vor. Darin sitzt oben ein rundes Fenster, ein sogenanntes Ochsenauge, und darunter ein grosses Fenster mit flachem Bogen. Achten Sie auf dessen Schlussstein: Er ist mit einer kleinen Büste geschmückt. An der Nordostecke liegt eine Vorhalle, deren Pultdach von einer gedrungenen Säule getragen wird. Auf der Gartenseite im Süden ist eine winkelförmige Veranda mit einer kleinen Treppe angebaut. Bis auf einige neu ausgebrochene Fenster ist das Haus weitgehend im Zustand der Bauzeit erhalten.
1935 kam eine Garage hinzu. 1957 baute der Berner Architekt Hans Pfister das Innere für die Gesandtschaft der Rumänischen Volksrepublik um und vergrösserte die Garage. Ende 1962 wurde die Gesandtschaft zur Botschaft aufgewertet, und das Haus ist bis heute Sitz der rumänischen Botschaft in der Schweiz. Im städtischen Bauinventar ist die Villa als schützenswert eingestuft, ihr Garten gilt als Aussenraum von denkmalpflegerischem Interesse.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Kirchenfeldstrasse 78 · Wikipedia (de): Kirchenfeldstrasse 78 · Wikidata Q134593220
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