Reihenmietshäuser an der Thunstrasse 42–48
Eine gestaffelte Reihe von Mietshäusern der Neurenaissance an der Thunstrasse 42–48 in Bern, gebaut 1903 und 1906 nahe dem Thunplatz.

- Adresse
- Thunstrasse 42, Thunstrasse 44, Thunstrasse 46, Thunstrasse 46a …
- Baujahr
- 1903 (Nr. 46, 48) und 1906 (Nr. 42, 44) laut Bauinventar; Wikidata: 1906
- Architekt
- Alexandre Béguin, Bern
- Stil
- Neurenaissance
- Bauherrschaft
- J. Müller, Bauunternehmer, und A. Béguin
- Schutz
- schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Unweit des Thunplatzes, an dem sich mehrere Strassen des Kirchenfelds sternförmig treffen, steht an der Thunstrasse eine in der Höhe gestaffelte Reihe von Mietshäusern: Nr. 42, 44, 46, 46a und 48. Es sind verputzte Bauten der Neurenaissance unter Mansartdächern. Das Erdgeschoss über dem Kellersockel ist gebändert verputzt, und seine Fenster und Türen haben Stichbögen mit einem Keilstein im Scheitel. Gurtgesimse trennen das Erdgeschoss von den oberen Geschossen.
Die Reihe entstand in zwei Etappen. Nach dem Bauinventar wurden Nr. 46 und 48 im Jahr 1903 gebaut, Nr. 42 und 44 im Jahr 1906; Wikidata gibt für das Ganze 1906 an. Architekt war Alexandre Béguin aus Bern. Als Bauherrschaft nennt das Inventar den Bauunternehmer J. Müller und Béguin selbst.
In den oberen Geschossen sind die Fenster durch Blenden zu senkrechten Bändern verbunden; im ersten Stock tragen sie gerade Verdachungen. Die Dachgauben wirken wie eine Attika und schliessen mit geschweiften oder dreieckigen Giebeln. Die einzelnen Häuser variieren dieses Schema: bei Nr. 42 betont eine Doppelachse die Mitte, Nr. 48 hat statt der Attika einen gebänderten Treppenhausrisalit. Seine dreiachsige Schmalseite ist durch gefugte Lisenen geteilt, und die Kanten zu den Längsseiten sind gerundet. Die Rückfassade ist einfach gehalten.
Spätere Arbeiten betrafen vor allem die Dächer: 2000 wurden an Nr. 46 die Mansarden zu einer Zweizimmerwohnung umgebaut, 2003 wurde Nr. 42 renoviert und 2007 das Dach von Nr. 48. Die städtische Denkmalpflege nennt die Reihe ein bedeutendes Element des Stadtbilds in der Nähe des Thunplatzes, stuft sie als schützenswert ein und zählt sie zur Baugruppe Kirchenfeld. Ein Blick lohnt auf die gerundete Ecke von Nr. 48.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Thunstrasse 42–48, 46A · Wikidata: Q106622808 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern
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