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Kunst in Bern · Werk

Eva

Eva von Albert Carl Angst, Nationalbibliothek, Garten Seite Helvetiastrasse, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Albert Carl Angst
Jahr
1932
Material
Bronze
Ort
Nationalbibliothek, Garten Seite Helvetiastrasse

Geschichte des Werks

Zwischen Farnen und Sträuchern im Garten der Nationalbibliothek steht auf einer flachen, quadratischen Platte eine nackte Frau aus dunkler Bronze. Sie hält den Kopf gesenkt, ein Arm hängt am Körper herab, der andere ist hinter den Rücken geführt. Das Verzeichnis der Stadt Bern datiert die Figur auf 1932, der Dateiname eines Fotos auf Wikimedia Commons nennt 1931.

Über die Herkunft gibt die französischsprachige Wikipedia einen Hinweis: In den 1930er-Jahren erwarb die Schweizerische Landesbibliothek, die heutige Nationalbibliothek, eine Bronzefigur mit dem Titel „Ève à la pomme“, also Eva mit dem Apfel. Dass damit die Figur im Garten gemeint ist, liegt nahe, wird dort aber nicht ausdrücklich gesagt. Das Thema beschäftigte den Bildhauer mehrfach: Im selben Jahrzehnt kaufte das Kunstmuseum in Le Locle eine Eva von ihm aus schwarzem Granit. Das Bibliotheksgebäude war 1929 bis 1931 nach Plänen von Alfred Oeschger, Josef Kaufmann und Emil Hostettler entstanden.

Carl Albert Angst wurde am 19. Juli 1875 in Genf als Sohn eines Möbelschreiners geboren. Von 1896 bis 1911 lebte er in Paris, zunächst im Atelier von Jean-Auguste Dampt, von 1903 an auf eigene Rechnung; er entwarf Jugendstilmöbel und schuf Plastiken, besonders Bildnisse von Kindern. 1909 gehörte er zu den fünf Preisträgern im Wettbewerb für ein schweizerisches Nationaldenkmal. Zurück in Genf unterrichtete er von 1911 bis 1913 an der Genfer Ecole des arts industriels. In den Jahren 1916 bis 1918 und 1927 bis 1930 sass er in der Eidgenössischen Kunstkommission.

Bekannt sind von ihm unter anderem die Giebelfigur „La Justice“ am Bundesgericht in Lausanne und die Einfassung der Bahnhofsuhr in Lausanne. Das Historische Lexikon der Schweiz sieht ihn zeitlebens unter dem Einfluss von Auguste Rodin. Angst starb am 4. Mai 1965 in Genf. 1987 verbrannten viele seiner Werke im Depot des Genfer Musée d'art et d'histoire, darunter seine grossen Statuen.

Wer die Figur umrundet, sieht die Hand, die von vorn hinter dem Rücken verborgen bleibt.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Historisches Lexikon der Schweiz: Carl Albert Angst · Wikipedia (fr): Carl Angst · SIKART Lexikon: Carl Albert Angst · Bauinventar der Stadt Bern: Hallwylstrasse 15 (Landesbibliothek) · Wikimedia Commons: Foto des Werks (Ansicht)

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.