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Kunst in Bern · Werk

Figur IV

Figur IV von Hans Aeschbacher, Einsteinterrasse, hinten zu Sidlerstrasse 5, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Hans Aeschbacher
Jahr
1961
Material
Cristallina-Marmor
Ort
Einsteinterrasse, hinten zu Sidlerstrasse 5

Geschichte des Werks

Auf der Einsteinterrasse, auf der Rückseite des Gebäudes Sidlerstrasse 5, steht eine Skulptur aus Cristallina-Marmor. Hans Aeschbacher hat „Figur IV“ geschaffen; das städtische Verzeichnis datiert sie auf 1961. Das Gebäude dahinter ist das Institut für Exakte Wissenschaften der Universität, das Hans und Gret Reinhard von 1959 bis 1961 für den Kanton Bern bauten. Laut dem Bauinventar ist es der einzige Bau auf der Grossen Schanze, der nicht in Formen des Neubarocks oder der Neurenaissance errichtet wurde.

Zur Entstehung gibt es kleine Vorstudien, die heute im Kunsthandel auftauchen. Eine Pariser Galerie beschreibt eine Messingplastik „Skulptur VII“ von 1960 als Projekt für die Marmorfigur, die 1961 vor dem Institut aufgestellt wurde. Ein Zürcher Auktionshaus bezeichnet dagegen „Figur XVII“ von 1959 als Modell und datiert die Marmorfigur auf 1960, ausgeführt im Auftrag der Wanner AG in Horgen. Die Angaben zu Jahr, Modell und Auftrag widersprechen sich also teilweise.

Hans Aeschbacher (1906–1980) stammte aus Zürich. Er lernte Buchdrucker, später Stuckateur, und schuf ab den 1930er-Jahren erste Skulpturen. Das Historische Lexikon der Schweiz beschreibt seinen Weg von massigen Akten hin zu einer lyrisch-geometrischen Abstraktion, später kamen durchscheinende Arbeiten aus Acrylglas und Beton dazu. 1947 erhielt er den C.-F.-Meyer-Preis, 1966 den Hans-Arp-Preis; er stellte an der Biennale von Venedig und an der documenta in Kassel aus. 1961, im Jahr der Aufstellung in Bern, zeigte ihn die Kunsthalle Bern in einer Einzelausstellung.

Der Cristallina-Marmor kommt aus der Gegend von Peccia im Tessin, wo eine Bildhauerschule mit ihm arbeitet. Die Terrassen der Grossen Schanze selbst sind jünger als die Gebäude dahinter: Sie entstanden zwischen 1957 und 1967, als der Hang für die Bahnanlagen abgetragen wurde. Zum Institutsgebäude gehört laut Bauinventar ausserdem ein Kunstwerk, nach dem sich Ausschau zu halten lohnt: ein Moiré-Objekt aus zwei gebogenen Lochblechen von Werner Witschi aus dem Jahr 1974.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Bauinventar Stadt Bern: Sidlerstrasse 5 · Bauinventar Stadt Bern: Baugruppe Grosse Schanze · Galerie (anticstore): Hans Aeschbacher, Skulptur VII, 1960 · Germann Auktionshaus Zürich: Hans Aeschbacher, Figur XVII, 1959 · HLS: Aeschbacher, Hans · Wikipedia: Hans Aeschbacher · Wikipedia: Hans Aeschbacher · Kunst und Stein 04/2016 (marmo.ch): Nachruf Mariann Grunder, Cristallina-Marmor in Peccia

Lage in Bern
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Einsteinterrasse, hinten zu Sidlerstrasse 5

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.