Musen

- Künstler*in
- Elisabeth Langsch
- Jahr
- 1991-1993
- Material
- Keramikskulpturen, Stein, Kacheln
- Ort
- Universität Bern, Unitobler, Hof, Muesmattstrasse 45, 3012 Bern
Geschichte des Werks
Im Hof der Unitobler an der Muesmattstrasse 45 stehen sieben Figuren aus Keramik auf Sockeln. Sie gehören zu „Musen“ von Elisabeth Langsch, einer Platzgestaltung aus den Jahren 1991 bis 1993. Laut dem Werkverzeichnis der Künstlerin ist jede Figur etwa drei Meter hoch, von Hand geformt und glasiert. Dazu gehören rund 170 Quadratmeter blau glasierte Keramikziegel, die vorgefertigt wurden.
Das Werk entstand aus einem Wettbewerb im Auftrag des Kantons Bern, für den Umbau der früheren Schokoladenfabrik Tobler, die 1993 als Unitobler an die Universität ging. Das Werkverzeichnis nennt als Architekten die Arbeitsgemeinschaft Unitobler mit Pierre Clémençon, Daniel Herren und Andrea Roost sowie den Projektleiter Gody Hofmann. 2024 wurde die Anlage restauriert.
Elisabeth Langsch (1933–2025) kam in Zollikon zur Welt und verbrachte ihre Kindheit in Königsberg. Sie lernte an der Keramischen Fachschule in Bern und arbeitete danach in Aix-en-Provence bei dem Baukeramiker Georges Jouve und in Faenza. Ab 1958 hatte sie eine eigene Werkstatt, zuletzt in Zürich. Im selben Jahr wurde sie an der zweiten Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) für eine keramische Wandarbeit ausgezeichnet. Laut der Stiftung Buchkunst liess sie sich zur Keramikmalerin ausbilden, weil Frauen damals nicht an der Töpferscheibe arbeiten durften. Von da an führte sie viele Aufträge für Wände und Skulpturen im öffentlichen Raum aus, etwa 1980 eine 45 Meter lange gelbe Wand an der Schulanlage Bläsi in Zürich. Arbeiten von ihr besitzen das Museum für Gestaltung in Zürich und das Musée Ariana in Genf.
2025 erschien bei Edition Hochparterre die erste Monografie mit einem vollständigen Werkkatalog, „Unmittelbar, dringend, ungeduldig“; die Stiftung Buchkunst zeichnete die Gestaltung aus. Wer durch den Hof geht, kann die sieben Figuren zählen; auch die blau glasierten Ziegel gehören zum Werk.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Elisabeth Langsch: Werkverzeichnis (PDF) · Elisabeth Langsch: Baukeramik · Wikipedia (de): Elisabeth Langsch · Universität Bern, Historisches Institut: About us (Unitobler) · Stiftung Buchkunst: Unmittelbar, dringend, ungeduldig
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