Die vier Jahreszeiten

- Künstler*in
- Heinrich Danioth
- Jahr
- 1949
- Material
- Sgraffito, bemalt
- Ort
- Länggassstrasse 37, Fassade zur Strasse neben dem Treppenhaus
Geschichte des Werks
Rechts aussen an der Strassenfront des Verwaltungsbaus Länggassstrasse 37, neben dem fein unterteilten Fenster des Treppenhauses, zieht sich ein hochrechteckiges Wandbild über mehrere Geschosse. Heinrich Danioth hat „Die vier Jahreszeiten“ 1949 geschaffen. Wikidata gibt die Masse mit 15,6 Metern Höhe und 5,7 Metern Breite an und nennt als Motive die vier Jahreszeiten, Menschen, Tiere und Früchte. Die städtischen Daten bezeichnen die Technik als bemaltes Sgraffito, der Text des Bauinventars spricht von einem Fresko.
Das Haus wurde 1946 und 1947 für die Eidgenössische Alkoholverwaltung gebaut, im Erdgeschoss mit einer Quartierpost. 1986 schrieb die Alkoholverwaltung einen Studienauftrag für eine Erweiterung aus, den der Berner Architekt Rolf Mühlethaler gewann. Er verlängerte den Bau in den frühen 1990er-Jahren auf beiden Seiten; dafür wurden ein Chemiegebäude von 1894 und ein Wohnhaus von 1899 abgebrochen. Das Bauinventar zählt das Ergebnis zu den überzeugendsten Berner Bauten jener Jahre. Laut Wikidata gehört das Gebäude heute der Schweizerischen Post.
Danioth, 1896 in Altdorf geboren, begann 1912 seine Ausbildung beim Basler Maler Rudolf Löw und ging 1925 als Meisterschüler zu August Babberger nach Karlsruhe. Später liess er sich in Flüelen nieder, laut SIKART und HLS 1931, laut Wikipedia schon 1929. Er schuf grosse Wandbilder, etwa am Tellspielhaus in Altdorf (1927) und das umstrittene „Fundamentum“ am Bundesbriefarchiv in Schwyz (1935–1936), und malte 1950 den Teufel an die Felswand über der Teufelsbrücke. Fünfzehn Jahre zeichnete er für den „Nebelspalter“. Gegen das Etikett des Heimatmalers wehrte er sich zeitlebens. Er starb 1953 in Flüelen.
Das Berner Bild gehört damit zu seinen späten Werken. Wer von der Länggassstrasse hinaufschaut, kann in dem schmalen, hohen Feld die vier Jahreszeiten suchen und dazu die Tiere und Früchte, die Wikidata unter den Motiven aufführt.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Bauinventar Stadt Bern: Länggassstrasse 35, 37 (PDF) · Wikidata: Die vier Jahreszeiten (Q66363644) · SIKART: Heinrich Danioth (Beat Stutzer) · HLS: Danioth, Heinrich (Tapan Bhattacharya) · Wikipedia (de): Heinrich Danioth · Wikimedia Commons: Sgraffito Die vier Jahreszeiten (Heinrich Danioth 1949)
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Angaben: OpenStreetMap, Wikidata, Wikimedia Commons, Bauinventar Stadt Bern. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.