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Kunst in Bern · Werk

Magisches Tor

Magisches Tor von Walter "Pips" Vögeli; Urs von Arx, Universität Bern, Chemische Institute, Freiestrasse 3, 3012 Bern, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Walter "Pips" Vögeli; Urs von Arx
Jahr
1987-1992
Material
Chromstahl-Kern mit aufgeklebten Kunstharzplatten aus zykloaliphatischem Epoxidharz, Aluminiumhydoxid und synthetischen Pigmenten.
Ort
Universität Bern, Chemische Institute, Freiestrasse 3, 3012 Bern

Geschichte des Werks

Vor dem Haupteingang des Departements für Chemie und Biochemie der Universität an der Freiestrasse 3 steht das „Magische Tor“. Es entstand zwischen 1987 und 1992, als Urheber nennt die Stadt Urs von Arx und Walter „Pips“ Vögeli. Das städtische Verzeichnis beschreibt den Aufbau genau: Auf einen Kern aus Chromstahl sind Platten aus Kunstharz geklebt, die aus einem zykloaliphatischen Epoxidharz mit Aluminiumhydroxid und synthetischen Farbpigmenten bestehen. Im Lexikon SIKART ist das Werk mit 460 auf 743 auf 36 Zentimeter verzeichnet, Eigentümerin ist die Universität Bern.

Walter Vögeli, genannt Pips, wurde am 18. August 1929 in Winterthur geboren und starb am 29. Januar 2009 in Bern. Seine Ausbildung erhielt er 1949 bis 1951 an Kunstgewerbeschulen in Zürich sowie Luzern und zog nach einem Aufenthalt in Paris 1952 nach Bern. Dort gehörte er zu den Gründern der Galerie 33. Nach tachistischer Malerei wandte er sich 1955 der Eisenplastik zu und erhielt von 1957 bis 1959 das Eidgenössische Kunststipendium.

Den Weg zum Kunstharz beschreibt SIKART so: Für den „Weg der Schweiz“ an der Landesausstellung 1964 in Lausanne arbeitete Vögeli zum ersten Mal mit Abgüssen aus Kunststoff und blieb danach bei synthetischen Werkstoffen. Er gehörte Mitte der 1960er-Jahre zu den ersten Künstlern in der Schweiz, die Polyester und Epoxidharze verwendeten, und übertrug Verfahren aus der Industrie in sein Atelier. 1970 stellte er an der Biennale von Venedig aus. In den 1980er-Jahren entstanden auch grosse Plastiken aus Chromstahl; unter seinen Werken in Bern führt das Lexikon ausdrücklich das Chemische Institut der Universität.

Über den Anteil von Urs von Arx am Tor geben die zugänglichen Quellen keine Auskunft; SIKART führt das Werk nur unter Vögelis Namen. Wer vor dem Eingang steht, kann die Verbindung der beiden Materialien gut erkennen: den metallenen Kern und die darauf geklebten Platten aus Kunstharz.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART: Walter Vögeli (Michael Baumgartner) · SIKART: Magisches Tor (Werkeintrag) · Wikimedia Commons: Installation Magisches Tor (Walter Vögeli / Urs von Arx 1987-1992)

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Universität Bern, Chemische Institute, Freiestrasse 3, 3012 Bern

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.