Sessel, Bett, Teppich

- Künstler*in
- Mariann Grunder
- Jahr
- 1996
- Material
- Platzgestaltung aus Porphyr- und Betonelementen
- Ort
- Universität Bern, Uni Engehalde, Hof, Neubrückstrasse 10, 3012 Bern
Geschichte des Werks
Im Hof der Uni Engehalde an der Neubrückstrasse 10 stehen zwei Möbelstücke, die aus Beton gegossen sind: ein Sessel und ein Bett. Beide ruhen auf Bodenplatten aus Porphyr. Das städtische Verzeichnis führt die Anlage unter dem Titel „Sessel, Bett, Teppich“ und datiert sie auf 1996. Im Lexikon SIKART steht dieselbe Arbeit ohne Titel in der Werkliste, datiert 1995–96 und beschrieben als Betonelemente auf Porphyr.
Der Hof gehört zu einem Ensemble, das bis 1966 das Tierspital beherbergte. Die Tierarzneischule hatte das Gelände schon im frühen 19. Jahrhundert bezogen; zur Universität kam sie erst im Jahr 1900. Die heutigen Altbauten entwarf der Architekt Otto Lutstorf 1891/92, darunter das Hauptgebäude an der Neubrückstrasse 10, einen Sichtbacksteinbau mit Treppenturm, den die städtische Denkmalpflege als schützenswert einstuft. Nach dem Umzug des Tierspitals an den Bremgartenwald erneuerte das Büro Sylvia und Kurt Schenk das Areal zwischen 1992 und 1996 und ergänzte es mit Neubauten. Grunders Arbeit ist in denselben Jahren entstanden.
Mariann Grunder kam 1926 in Bern zur Welt und starb 2016 in ihrer Heimatstadt. Zunächst erwarb sie das Patent als Primarlehrerin, 1954 begann sie eine Bildhauerlehre bei Werner Dubi in Gümligen, und 1958 bezog sie ein eigenes Atelier in Rubigen. Den letzten Schliff holte sie sich 1960 in Paris bei László Szabó. Laut SIKART entwickelte sie ab 1969 Elemente, die sich kombinieren und in Beton giessen liessen, für Reliefwände ebenso wie für freistehende Plastiken. In Bern stammt auch die Urnenwand im Schosshaldenfriedhof (1975–78) aus Betonelementen von ihr; 1986 zeigte das Kunstmuseum Bern eine Übersicht ihres Werks.
Vor Ort lohnt ein Blick nach unten: Sessel und Bett stehen nicht auf dem gewöhnlichen Hofbelag, sondern auf eigenen Platten aus Porphyr, einem Naturstein. Ein dritter Gegenstand mit dem Namen „Teppich“ ist in den Werkangaben nicht eigens beschrieben.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Mariann Grunder · SIKART: Mariann Grunder (Marie Therese Bätschmann) · Universität Bern: Uni Engehalde (altes Tierspital) · Bauinventar Stadt Bern: Neubrückstrasse 10 · Wikimedia Commons: Betonplastiken Sessel und Bett auf Porphyr-Platten (Mariann Grunder 1996)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.