Vier Porträtköpfe

- Künstler*in
- Walter Linck
- Jahr
- 1939
- Material
- Sandstein
- Ort
- Schützenmuseum, Bernastrasse 5
Geschichte des Werks
Die Fassade des Schweizer Schützenmuseums an der Bernastrasse trägt vier Köpfe aus Sandstein. Walter Linck hat sie 1939 geschaffen. Laut der Wikipedia stellen die Porträts Präsidenten des Schweizerischen Schützenvereins dar.
Das Gebäude entstand 1938 und 1939 als Anbau des Historischen Museums. Nach dem Bauinventar der Stadt Bern errichtete es eine Arbeitsgemeinschaft der Architekten Emilien Bertallo und Hans Klauser für den Schützenverein Bern. Der dreigeschossige verputzte Bau auf einem Sockel aus Sandsteinquadern greift bewusst auf gotische und ländliche Vorbilder zurück und wirkt beinahe wie eine Burg; über dem turmartigen Teil mit dem Eingang sitzt ein Dachaufsatz mit Uhr. Das Inventar wertet ihn als Zeitdokument der Jahre kurz vor Kriegsbeginn. Eröffnet wurde das Museum am 26. November 1939; im Innern zeigt es ein Wandbild von Friedrich Traffelet. 1985 wurde das Äussere renoviert.
Linck kam 1903 in Bern als Sohn des Kunstmalers Ernst Linck zur Welt; das Historische Lexikon der Schweiz nennt den 3. Februar, die Wikipedia den 5. Februar. Er lernte an der Gewerbeschule Bern und in der Metallklasse der Kunstgewerbeschule Zürich und studierte danach in Berlin Bildhauerei. 1928 zog er mit seiner Frau Margrit nach Paris, wo er als Figuren- und Porträtplastiker arbeitete; bis 1939 lebte er abwechselnd dort und in Bern. Aus derselben Zeit stammt der heimkehrende Reisläufer auf dem Bärenplatzbrunnen von 1935.
1943 zerstörte Linck nach dem Lexikon sein damaliges Werk und arbeitete fortan mit Metall: bewegliche Drahtfiguren, Konstruktionen aus federnden Stahlbändern und später grosse Stahlplastiken. Er starb am 3. Januar 1975 in Reichenbach bei Zollikofen. Die Köpfe am Schützenmuseum stammen also aus der Zeit vor diesem Bruch; sie blieben als Teil der Fassade erhalten. Wer vor dem Bau steht, sieht über dem Eingang auch die Uhr im Dachaufsatz.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Walter Linck · HLS: Linck, Walter (Michael Baumgartner) · Bauinventar Stadt Bern: Bernastrasse 5, Schützenmuseum · GPSmyCity: Swiss Rifle Museum · Wikimedia Commons: Sandsteinskulpturen-Ensemble Vier Porträtköpfe (Walter Linck 1939)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.