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Kunst in Bern · Werk

Novarra - Landsknechtfigur mit Bär

Novarra - Landsknechtfigur mit Bär von Walter Linck, Bärenplatzbrunnen, Bärenplatz, Bern
Foto: Σπάρτακος, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Künstler*in
Walter Linck
Jahr
1937
Material
Kalkstein
Ort
Bärenplatzbrunnen, Bärenplatz

Geschichte des Werks

Auf der Säule des Brunnens mitten auf dem Bärenplatz steht ein Krieger in Landsknechtstracht, neben dem ein junger Bär aufrecht nach oben klettert. Nach Wikipedia zeigt die Figur einen Berner Reisläufer auf dem Weg nach Hause; der Bär trägt die Figur zugleich als Stütze, Kette und Schwert sind aus Metall. Das städtische Verzeichnis nennt Kalkstein, Wikipedia genauer französischen Kalkstein.

Der Titel nennt Novara in Oberitalien. Laut dem Tierpark Bern führten die Berner nach der Schlacht bei Novara 1513 einen lebenden Bären als Kriegsbeute mit; das Tier kam in den Graben vor dem Käfigturm, und auf dem heutigen Bärenplatz lag danach der erste Bärengraben der Stadt, bis er 1764 verlegt wurde.

Der Brunnen ist älter als seine Figur. Becken und Stock aus weissem Solothurner Muschelkalk entstanden 1840 nach Plänen von Beat Rudolf von Sinner und standen zuerst vor dem alten Casino an der Nordwestecke des heutigen Bundesplatzes; 1901 rückte der Brunnen in die Platzmitte. 1904/05 bekam er eine Sandsteingruppe spielender Bären nach einem Entwurf von Rudolf Münger. Nach dem Tod Müngers und des ausführenden Bildhauers Ferdinand Huttenlocher wurde für die Bildhauer der Stadt ein Wettbewerb um eine Nachfolgefigur eröffnet, den Linck gewann. Für das Aufstellen nennen die Quellen verschiedene Jahre: die Stadt 1937, Wikipedia 1935, die Bildkategorie auf Wikimedia Commons 1936. 2016 wurde der Brunnen instand gesetzt.

Walter Linck (1903–1975) war der Sohn des Malers Ernst Linck. Er lernte an der Gewerbeschule Bern und in der Metallklasse der Kunstgewerbeschule Zürich und studierte danach Bildhauerei an der Akademie in Berlin. Laut SIKART pendelte er in den 1930er-Jahren zwischen Paris und Bern, wo er erste öffentliche Aufträge für Brunnenfiguren erhielt. 1943 versenkte er fast sein gesamtes bisheriges plastisches Werk in der Aare; später wurde er mit beweglichen Konstruktionen aus Draht und Federstahl bekannt und nahm 1959 an der documenta II in Kassel teil.

Am Becken lohnt ein Blick auf die Seite zur Spitalgasse: Dort ist nach Wikipedia das Baujahr 1840 in römischen Ziffern eingemeisselt.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Bärenplatzbrunnen · Wikipedia (de): Walter Linck · SIKART: Walter Linck (Michael Baumgartner) · HLS: Linck, Walter · Tierpark Bern: Bern and bears · Wikipedia (de): Bärenplatz (Bern) · Wikimedia Commons: Fontaine in Bern

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Bärenplatzbrunnen, Bärenplatz

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.