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Kunst in Bern · Werk

ohne Titel

ohne Titel von Christoph Haerle, Bremgartenfriedhof, Murtenstrasse 51, C8, Gemeinschaftsgrab Urne, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Christoph Haerle
Jahr
1996-1997
Material
Blaue Beton-Mauer und Rohr
Ort
Bremgartenfriedhof, Murtenstrasse 51, C8, Gemeinschaftsgrab Urne

Geschichte des Werks

Auf der Wiese vor dem Krematorium des Bremgartenfriedhofs liegt eine lange blaue Walze, am anderen Ende des Feldes steht bei einer Gruppe von Föhren eine blaue Mauer aus Beton. Beide Teile gehören zu einer Arbeit ohne Titel, die Christoph Haerle 1996 und 1997 für das Gemeinschaftsgrab im Feld C8 geschaffen hat; die städtische Liste nennt eine blaue Betonmauer und ein Rohr als Material. Nach der Broschüre der Stadt Bern zum Friedhof fassen die beiden Objekte das Gemeinschaftsgrab ein und sind als Gegenstücke gedacht.

Im Rasen zwischen ihnen werden Urnen beigesetzt. An der dritten Seite schliesst eine aufgeschichtete Wand aus Lärchenbrettern das Feld ab; davor liegen Urnengruften und Gedenkorte. Laut der Broschüre wollte der Künstler mit den schlichten blauen Formen Ruhe und Zuversicht vermitteln. Die Föhren am Rand schirmen das Feld gegen die benachbarte Gewerbezone ab; weil dort eine Grossbäckerei und eine Kaffeerösterei arbeiten, riecht es hier je nach Wind nach Kaffee, Kakao oder frischem Brot.

Haerle wurde am 7. April 1958 in Zürich geboren. Nach Wikipedia lernte er von 1978 bis 1980 Steinbildhauer und schloss 1987 ein Architekturstudium an der ETH Zürich ab. Er führte ein eigenes Architekturbüro und lehrte an mehreren Hochschulen, unter anderem Landschaftsarchitektur in Rapperswil. Für seine Plastiken verwendet er Materialien wie Stahl, Holz, Plexiglas, Giessharz und Beton, den er teils einfärbt. Für den Max-Bill-Platz in Zürich erhielt er 2007 den „Goldenen Hasen“ von Hochparterre und SRF.

Das Krematorium, vor dem die Walze liegt, entstand 1907/08 für die Bernische Genossenschaft für Feuerbestattung und wurde mehrmals erweitert; das Bauinventar stuft es als schützenswert ein. Wer die Anlage besucht, kann vom blauen Rohr über den Rasen bis zur blauen Mauer blicken und so die beiden Pole der Arbeit zugleich sehen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Stadt Bern: Broschüre Bremgartenfriedhof (2023) · Wikipedia (de): Christoph Haerle · Wikimedia Commons: Installation Gemeinschaftsgrab Bremgartenfriedhof (Christoph Haerle 1997) · Bauinventar Stadt Bern: Weyermannsstrasse 1, Krematorium · Wikipedia (de): Bremgartenfriedhof

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Bremgartenfriedhof, Murtenstrasse 51, C8, Gemeinschaftsgrab Urne

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