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Kunst in Bern · Werk

Anatomiegrab

Anatomiegrab von Walter Kretz, Bremgartenfriedhof, Murtenstrasse 51, H4, Grabmal Anatomie, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Walter Kretz
Jahr
2011
Material
Stein
Ort
Bremgartenfriedhof, Murtenstrasse 51, H4, Grabmal Anatomie

Geschichte des Werks

Im Feld H4 des Bremgartenfriedhofs liegt seit 2011 das Gemeinschaftsgrab der Anatomie. Hier werden die Urnen von Menschen beigesetzt, die ihren Körper nach dem Tod dem Institut für Anatomie der Universität Bern für Forschung und Lehre überlassen haben, ohne Kreuz, Namen oder Todesdatum. Laut der Broschüre der Stadt Bern zum Friedhof hat das Institut die Anlage angeregt und bezahlt. Den Ort markiert eine helle, schlichte Steinskulptur von Walter Kretz.

Auf dem Stein steht die lateinische Inschrift „Mortui prosumus vitae“, unter der Wikimedia Commons das Werk auch führt. Sinngemäss heisst das: Auch als Tote nützen wir dem Leben. Nach ihren Angaben spenden in Bern jedes Jahr 20 bis 30 Personen ihren Körper; die Verstorbenen werden konserviert und dienen oft mehrere Jahre lang Studierenden der Medizin für Übungen und Forschung. Das Grab soll den Spenderinnen und Spendern danken und den Angehörigen einen Ort für Abschied und Erinnerung geben.

Kretz wurde am 18. Dezember 1942 in Steckborn geboren und lebt seit 1958 in Bern (SIKART, Wikipedia). Er lernte Steinbildhauer bei Hans Brogni in Nidau und arbeitete später oft mit Beton. Von 1975 bis 2008 unterrichtete er an den Schulen für Gestaltung in Bern und Biel, ab 1999 auch an der Hochschule der Künste Bern. Als Sachverständiger für Grabmäler bei der städtischen Friedhofverwaltung startete er 2001 an der Hochschule ein Forschungsprojekt zur Gestaltung von Grabzeichen.

Das Anatomiegrab gehört zu den Besonderheiten, die Wikipedia für den Bremgartenfriedhof nennt, neben den Gräbern internierter belgischer, französischer und polnischer Soldaten. Von Kretz stammt auf demselben Friedhof auch der „Kenotaph“ von 2002 im früheren Wartehäuschen beim Haupteingang.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Stadt Bern: Broschüre Bremgartenfriedhof (2023) · Wikimedia Commons: Steinskulptur MORTUI PROSUMUS VITAE (Walter Kretz 2011) · SIKART: Walter Kretz · Wikipedia (de): Walter Kretz · Wikipedia (de): Bremgartenfriedhof

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Bremgartenfriedhof, Murtenstrasse 51, H4, Grabmal Anatomie

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.