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Kunst in Bern · Bauwerk

Chalet an der Bantigerstrasse 8

Ein Holzchalet von 1910 an der Ecke Bantigerstrasse/Klaraweg am Berner Obstberg, gebaut nach dem Vorbild des westlichen Berner Oberlands.

Chalet an der Bantigerstrasse 8, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Bantigerstrasse 8
Baujahr
1910
Architekt
Baugesellschaft Holligen AG, Bern
Stil
Heimatstil (Vorbild westliches Berner Oberland)
Bauherrschaft
E. Dettwyler
Schutz
schützenswert, Baugruppe Obstberg
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Ecke von Bantigerstrasse und Klaraweg steht ein Einfamilienhaus, das zwischen den städtischen Mehrfamilienhäusern des Obstbergs wie ein Stück Berner Oberland wirkt. Über einem gemauerten Sockel, in den grobe, unbearbeitete Bruchsteine eingesetzt sind, erhebt sich ein zweigeschossiger Holzblockbau auf rechteckigem Grundriss. Das flache Satteldach kragt weit aus und ruht auf reich verzierten Pfettenkonsolen; an den Traufseiten stützen zusätzlich geschmückte Büge die vorderste Pfette.

Mehrere umlaufende Friese betonen die Waagrechte. Auf der Südostseite ist eine Veranda mit Korbbogenöffnungen angebaut, auf der Südwestseite hängt im Obergeschoss ein kleiner Holzbalkon. Die Denkmalpflege der Stadt Bern beschreibt den Bau als Heimatstilhaus, das sich an der überlieferten Bauweise des westlichen Berner Oberlands orientiert.

Errichtet hat das Chalet 1910 die Baugesellschaft Holligen AG, für eine Bauherrschaft namens E. Dettwyler. Das Unternehmen nutzte dafür eine Restparzelle und baute im selben Jahr ein vergleichbares Haus am Finkenhubelweg 29. Sein Werkareal lag am Nordrand des Könizbergwalds; in den 1920er-Jahren übernahm es Fritz Ommerli und führte es als Bauschreinerei weiter.

Der Standort passt zur Geschichte des Quartiers. Erst nachdem die Kirchenfeldbrücke (1881–83) und die Kornhausbrücke (1895–98) standen, setzte am Obstberg die Bebauung ein, auch weil das Land hier billiger war als im Kirchenfeld. Die Bantigerstrasse ist die Hauptachse des Obstbergs: Am Südwestende beginnt sie um 1890 mit den Backsteinbauten von Baumeister Jakob Glur, weiter oben folgen Häuser aus der Zeit nach 1900 mit Neubarock- und Heimatstilmotiven. Das Chalet ist als schützenswert eingestuft und gehört zur Baugruppe Obstberg. Schauen Sie auf die geschnitzten Konsolen unter dem Dachvorsprung.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bantigerstrasse 8 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Obstberg · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Allmend-Murifeld · Bauinventar der Stadt Bern: Holligenstrasse 104 · Wikidata: Q138848615

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