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Kunst in Bern · Bauwerk

Villenartiges Wohnhaus an der Bantigerstrasse 15

Das villenartige Mehrfamilienhaus an der Bantigerstrasse 15 auf dem Berner Obstberg baute Jakob Glur 1896/97 im Stil des Historismus.

Villenartiges Wohnhaus an der Bantigerstrasse 15, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Bantigerstrasse 15
Baujahr
1896–1897
Architekt
Jakob Glur (1842–1907), Baumeister
Stil
Historismus mit barockisierenden Details
Bauherr
Johann Hirt
Schutz
schützenswert; Baugruppe Obstberg
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Die Bantigerstrasse ist die wichtigste Achse des Obstbergquartiers und führt vom Höheweg leicht ansteigend zur Laubeggstrasse. An ihr steht, umgeben von einem grossen gepflegten Garten, die Nummer 15: ein Mehrfamilienhaus in der Art einer Villa, das 1896/97 der Baumeister Jakob Glur für Johann Hirt errichtete.

Glur (1842–1907) aus Roggwil steht am Anfang der Bebauung des Obstbergs. Ab etwa 1890 baute er am Südwestende der Bantigerstrasse eine ganze Gruppe malerischer Häuser aus Sichtbackstein mit Sgraffito-Schmuck, eine in Bern damals ungewöhnliche Bauweise. Kurz vor seinem Tod ging sein Bauunternehmen in Konkurs. Bis 1914 war das Quartier fast vollständig überbaut.

Die Nummer 15 ist dagegen ein verputzter, beinahe würfelförmiger Bau unter einem Walmdach mit Firstknäufen; gegen Südosten hat das Dach einen breiten Aufbau, im Südwesten ist ein Altan angebaut. Werkstücke aus Sandstein gliedern die Fassaden: Ecklisenen mit Fugen, ein Gesims zwischen dem gebänderten Erdgeschoss und dem Obergeschoss und ein Kranzgesims mit feinen Konsolen. Die Fenster mit verzierten Rahmen sitzen regelmässig in Achsen.

Blickfang ist das Treppenhaus in der Mitte der Eingangsseite. Sein Fenster liegt eine halbe Geschosshöhe tiefer als die übrigen und schneidet das Gesims, wodurch der Vorbau etwas gedrungen wirkt. Backsteinblenden mit Stichbogen und Malereien heben Tür und Fenster hervor, und oben im Dach sitzt ein hochgestelltes Ochsenauge. Die Denkmalpflege sieht im Haus einen guten Vertreter des Historismus um 1900 mit barocken Anklängen und stuft es als schützenswert ein. Umbauten folgten 1946 und 1981, eine Renovierung 1980.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bantigerstrasse 15 · Wikidata: Q138853364 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Obstberg · Wikipedia (de): Jakob Glur

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Bantigerstrasse 15

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