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Doppeleinfamilienhaus an der Alpenstrasse 25/27

Ein Doppelhaus aus dunkelrotem Sichtbackstein von 1897 an der Alpenstrasse im Berner Kirchenfeld, entworfen und gebaut vom Architekten Albert Gerster.

Doppeleinfamilienhaus an der Alpenstrasse 25/27, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Alpenstrasse 25, Alpenstrasse 27
Baujahr
1897
Architekt
Albert Gerster, Bern
Stil
Neubarock nach französischem Vorbild des frühen 17. Jahrhunderts
Bauherrschaft
Albert Gerster
Renovationen
1994 (Nr. 27), 1998 (Nr. 25)
Schutz
schützenswert; Schutzverträge 1995 und 1998
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Die Alpenstrasse verläuft entlang der Geländestufe oberhalb des Kirchenfelds, und an ihr reihen sich mehrere wertvolle Bauten. Eines davon ist das Doppelhaus mit den Nummern 25 und 27. Der dunkelrote Sichtbacksteinbau trägt ein geschweiftes Walmdach mit gekapptem First. Gliederungen aus Haustein setzen sich deutlich vom Backstein ab: verzahnte Lisenen an den Ecken und in der Mitte sowie Rahmungen um Fenster und Türen.

Die Strassenseite ist streng symmetrisch. Je zwei Fensterachsen am Rand rahmen zwei weit vorspringende Treppentürme mit spitzen Helmdächern. Zum Garten hin ist das Haus freier gestaltet: Die Achsen springen gestaffelt vor und zurück, mit Terrassen über Veranden und erkerartigen Vorbauten. Davor liegt ein grosszügiger Garten. Die städtische Denkmalpflege beschreibt den Stil als schlichten, gepflegten Neubarock nach dem Vorbild französischer Bauten des frühen 17. Jahrhunderts und lobt die Durchgestaltung bis zu den feinen Lukarnen.

Architekt und Bauherr war derselbe Mann: Albert Gerster (1864–1935). Er hatte als Maurer und Steinhauer begonnen, in Stuttgart und Darmstadt studiert und eröffnete in Bern ein eigenes Büro. Etwa zur selben Zeit entstand nach seinen Plänen die städtische Reithalle (1895–1897), wenig später das Gasthaus auf dem Gurten. Gerster blieb zeitlebens dem Historismus treu; viele seiner späteren Villen am Stadtrand dienten als Gesandtschaften.

Das Haus hat sich weitgehend so erhalten, wie es gebaut wurde, ebenso die ursprüngliche Einfriedung des Grundstücks. Nr. 27 wurde 1994, Nr. 25 1998 renoviert; für beide Hälften bestehen Schutzverträge (1995 und 1998). Das Inventar stuft das Gebäude als schützenswert ein. Ein Wikipedia-Werkverzeichnis führt den Bau unter Gersters „Reihenmietshäusern“ von 1897, das Bauinventar dagegen als Doppeleinfamilienhaus. Achten Sie auf die beiden Treppentürme, die der Strassenfront ihren Rhythmus geben.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Alpenstrasse 25, 27 · Wikipedia (de): Albert Gerster · Wikidata: Q138796466

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