Reihenmietshäuser an der Thunstrasse 49–53 und Jungfraustrasse 44
Ein Neurenaissance-Block von 1901 im Zwickel zwischen Thunstrasse und Jungfraustrasse im Berner Kirchenfeld, mit reich geschmückten Portalen.

- Adresse
- Jungfraustrasse 44, Thunstrasse 49, Thunstrasse 51, Thunstrasse 53
- Baujahr
- 1901
- Architekt
- Danuser & Brönnimann, Bern (zugleich Bauherren)
- Stil
- Neurenaissance
- Schutz
- schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Wo Thunstrasse und Jungfraustrasse auseinanderlaufen, steht quer in diesem spitzen Zwickel ein Block aus vier zusammengebauten Mietshäusern: Thunstrasse 49, 51 und 53 sowie Jungfraustrasse 44. Die verputzten Bauten liegen unter einem durchgehenden Mansartdach. Bossierte Ecklisenen und ein kräftiges Kranzgesims mit Balkenköpfen fassen den Block zusammen. Die Reihe ist in sich symmetrisch.
Gebaut wurde sie 1901 von den Berner Architekten Danuser & Brönnimann, die zugleich Bauherren waren. Die Hauptfassade ist die Eingangsseite an einem schmalen Erschliessungssträsschen. Hier sind die Portalachsen von je zwei Häusern zu einem Risalit mit Giebelaufsatz verbunden. Ihr üppiger Schmuck aus Sandstein mit Pilastern, Lisenen, Zierfriesen, Kartuschen und Gesimsen zeigt nach dem Urteil der Denkmalpflege einen deutlichen Hang zum Manierismus. Laut Inventar wurden diese Portalachsen nach einem stark veränderten Plan ausgeführt.
Die zwei Achsen breiten Schmalseiten erhalten ihre Wirkung durch Nischen für Büsten und Statuen in der Mitte. Die Rückseiten sind schlichter und regelmässig gegliedert; plastisch wirken dort die Veranden, von denen jene an Nr. 44 später geschlossen und vergrössert wurde. Vorgärten und Gärten sind noch von der ursprünglichen Einfriedung umgeben.
Die Lage ist kein Zufall. Der Quartierplan für das Kirchenfeld von 1881 richtete die Thunstrasse auf das damalige Bundesrathaus aus, und die Jungfraustrasse sollte mit breiten, nicht bebaubaren Vorgärten den Blick von der Münsterplattform zur Jungfrau freihalten. Der Block besetzt die Spitze zwischen diesen beiden Achsen. Die städtische Denkmalpflege stuft ihn als schützenswert ein und zählt ihn zur Baugruppe Kirchenfeld. Wer an den Schmalseiten steht, sollte nach den Figurennischen schauen.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Thunstrasse 49–53, Jungfraustrasse 44 · Wikidata: Q106622611 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern
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