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Kunst in Bern · Bauwerk

Reihenmehrfamilienhäuser an der Alpenstrasse 17–21

Ein langer Mietblock von 1932 an der Alpenstrasse im Berner Kirchenfeld: Friedrich Studers sachliche Häuserreihe im Geist des Neuen Bauens.

Reihenmehrfamilienhäuser an der Alpenstrasse 17–21, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Alpenstrasse 17, Alpenstrasse 19, Alpenstrasse 19a, Alpenstrasse 21
Baujahr
1932
Architekt
Friedrich Studer, Bern
Stil
Neues Bauen (Wikidata: Neue Sachlichkeit)
Bauherrschaft
Brunschwiler und Bürgi, Bern
Schutz
schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Die Häuser Alpenstrasse 17, 19, 19a und 21 bilden zusammen einen lang gestreckten Block mit zwei Vollgeschossen und einem knapp zurückgesetzten Attikageschoss unter einem Flachdach mit Terrassen. Auf der Eingangsseite treten die vier Treppenhäuser mit schmalen Schlitzfenstern aus der Fassade hervor. Sie führen die Flucht der beiden unteren Geschosse senkrecht weiter, stossen durch das Attikagesims und enden als geschlossene Aufbauten auf dem Dach. Weil die Abschnitte dazwischen höher gezogen sind, lesen sich die vier Treppentürme als zwei Paare.

Auf der Gartenseite wechseln flache Wandstücke mit liegenden Rechteckfenstern und zurückgesetzte Fassadenteile ab, vor denen gerundete Balkone liegen. Die städtische Denkmalpflege lobt die kräftige, regelmässige Gliederung und das Gleichgewicht von senkrechten und waagrechten Linien und hält auch die Details für gelungen. Sie bezeichnet den Bau als überzeugendes Beispiel des Neuen Bauens im städtischen Reihenmietshaus.

Der Architekt Friedrich Studer war ein Enkel des gleichnamigen Baumeisters Friedrich Studer (1817–1879), der vor allem durch das Bundesrathaus, das heutige Bundeshaus West (1852–1857), bekannt ist. Der Enkel hatte zunächst Mischungen aus Jugendstil und Heimatstil gebaut; die Quartiergeschichte nennt „Friedrich Studer, Sohn“ unter den prägenden Heimatstil-Architekten im Kirchenfeld um 1920. In den späten 1920er-Jahren wandte er sich einer sachlichen Architektur zu. Bauherrschaft der Reihe von 1932 waren Brunschwiler und Bürgi, Bern.

Das Kirchenfeld war um 1930 weitgehend fertig gebaut, deshalb gibt es dort nur wenige Bauten des Neuen Bauens. 1933 kamen die Terrassenaufbauten hinzu, 1985 wurden Glasbausteine eingesetzt. Die Denkmalpflege stuft die Reihe als schützenswert ein und zählt sie zur Baugruppe Kirchenfeld. Achten Sie auf die vier Treppentürme, die über das Dach hinauswachsen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Alpenstrasse 17–21, 19A · Wikidata: Q138766328 · Historisches Lexikon der Schweiz: Studer, Friedrich · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern

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