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Kunst in Bern · Bauwerk

Doppelwohnhaus am Grossen Muristalden 32/34

Das neubarocke Doppelhaus am Grossen Muristalden 32/34 in Bern entstand 1898 an der Biegung der alten Strasse unter einem Mansartwalmdach.

Doppelwohnhaus am Grossen Muristalden 32/34, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Grosser Muristalden 32, Grosser Muristalden 34
Baujahr
1898
Architekt
Béguin, Bern
Stil
Neubarock
Heute
Wohnhaus
Bauherrschaft
G. Koller, Ingenieur, Bern
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Biegung des Grossen Muristaldens, der vom Bärengraben zum Kirchenfeld hinaufführt, steht ein breites, symmetrisches Doppelhaus unter einem Mansartwalmdach. Durch seine Lage in der Kurve ist es von weitem zu sehen. Die Strassenfront zählt drei plus drei Fensterachsen; die beiden mittleren sind als Eingangsachsen ausgebildet, mit Freitreppe, einem Portal mit Stichbogen und Verdachung sowie einem stehenden ovalen Fenster darüber.

Gebaut wurde das Haus 1898 nach Plänen des Berner Architekten Béguin; Bauherr war der Berner Ingenieur G. Koller. Die verputzten Fassaden sind mit einem einfachen Raster aus glatten Lisenen und Gesimsen gegliedert, an das Fenster und Türen direkt anschliessen. Das Bauinventar ordnet den Bau dem Neubarock zu und hebt seine ausgewogenen Proportionen hervor.

Auch die Gartenseite ist symmetrisch aufgebaut. In den Ecken, die dabei entstehen, liegen Terrassen mit Veranden und gusseisernen Geländern; an der Rückfassade sitzen zusätzlich Balkone auf geschwungenen Konsolen. 2008 wurde die Terrasse von Nr. 32 verglast. Die Umgebung gilt als Aussenraum von denkmalpflegerischem Interesse.

Die Strasse selbst ist älter als das Haus. Der Grosse Muristalden wurde zwischen 1779 und 1783 angelegt; geleitet hat den Bau ein Strasseningenieur namens Voruz aus Moudon. Die neue, flachere Strasse ersetzte den steilen Kleinen Muristalden, der schon vor 1483 bestand. Bis heute prägt die mächtige Platanenallee den Aufstieg von der Nydeggbrücke, und zusammen mit dem Aargauerstalden bildet die Strasse einen grünen Gürtel östlich der Altstadt.

Ein Detail zum Suchen: die Haustüren in den beiden Mittelachsen, die das Inventar ausdrücklich als gut gearbeitet erwähnt.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Grosser Muristalden 32, 34 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Stalden · Wikidata: Q138797722

Lage in Bern
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Grosser Muristalden 32

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