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Kunst in Bern · Bauwerk

Ka-We-De

Die Ka-We-De an der Jubiläumsstrasse 101 ist ein Wellenbad und eine Kunsteisbahn von 1933 und ein Hauptwerk des Neuen Bauens in Bern.

Ka-We-De, Bern
Foto: Krol:k, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Jubiläumsstrasse 101
Baujahr
1932–1933
Architekt
Rudolf von Sinner und Hans Beyeler
Stil
Neues Bauen
Heute
Freibad mit Wellenbad im Sommer, Kunsteisbahn im Winter
Schutz
Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Der Name ist eine Abkürzung: Kunsteisbahn und Wellenbad Dählhölzli. Die Anlage an der Jubiläumsstrasse liegt gleich neben dem Tierpark Dählhölzli. Von der Strasse sieht man vor allem den zweistöckigen Hauptbau an der Nordseite. Ein hoher Kellersockel fängt das abfallende Gelände auf; der Bau hat grob verputzte Fassaden und ein Flachdach. Bank- und Sturzgesimse fassen die Fenster zu waagrechten Bändern zusammen, die um die Nordostecke herumlaufen, und die rot gestrichenen Fensterflügel setzen den wichtigsten Farbakzent. An der Westseite ragt ein Treppenturm mit senkrechtem Fensterband über das Dach.

Gebaut wurde die Anlage 1932 und 1933 von den Berner Architekten Rudolf von Sinner und Hans Beyeler für ein Gründerkomitee. Das Bauinventar nennt sie die erste moderne kombinierte Sportanlage und einen der überzeugendsten Vertreter des Neuen Bauens in Bern. Im Sommer wird das Becken als Wellenbad genutzt, im Winter wird daraus eine gekühlte Eisfläche. Zur Anlage gehören an der Südseite ein Restaurant mit Terrasse und ursprünglich an der Ostseite eine verglaste Tribüne.

Von 1933 bis 1967 spielte hier der SC Bern und gewann 1959 und 1965 die Schweizer Meisterschaft. Den Zuschauerrekord brachte der 21. Februar 1959, als 10 500 Menschen ein Spiel gegen den HC Davos sahen. In den 1980er-Jahren war die Anlage in schlechtem Zustand. Bei der Sanierung ab 1986 entstand an der Stelle der Tribüne ein neuer Garderobentrakt, dazu kam eine 60 Meter lange Wasserrutsche; 1989 öffnete die Ka-We-De wieder. Sie ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.

Ab September 2024 wurde die Anlage erneut umfassend saniert. Nichtschwimmerbecken und Eisbahn wurden neu gebaut, das Wellenbad erneuert und die Technik für Eis und Badewasser ersetzt. Die historischen Gebäude erhielten neue Fenster und eine zusätzliche Dämmung, und geheizt wird nun mit der Abwärme der Eisproduktion und einer Wärmepumpe. Im Oktober 2026 begann die erste Eissaison nach dem Umbau.

Ein Detail lohnt den Blick: die roten Fensterflügel, die zeigen, wie sparsam und doch deutlich die Architekten mit Farbe gearbeitet haben.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Jubiläumsstrasse 101, 101A, 101C, 101D · Wikipedia (de): Ka-We-De · Plattform J: Eis- und Wassersportanlage in Bern (15. Oktober 2026) · Wikidata: Q8984935

Lage in Bern
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Jubiläumsstrasse 101

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