Siedlung Aarhalden
Die Siedlung Aarhalden an der Aarhaldenstrasse im Berner Marzili-Weissenbühl umfasst elf Einfamilienhäuser und ein Hallenbad von Willy Pfister, 1971/72.

- Adresse
- Aarhaldenstrasse 19, Aarhaldenstrasse 21, Aarhaldenstrasse 23, Aarhaldenstrasse 25 …
- Baujahr
- 1971/72 (Hallenbad 1971–1973)
- Architekt
- Willy Pfister
- Stil
- Spätmoderne
- Heute
- Wohnsiedlung mit elf Einfamilienhäusern
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Hang über der Aare, an der Aarhaldenstrasse, stehen elf zweigeschossige, kubische Häuser in zwei Reihen. Dichte, teils immergrüne Bepflanzung und niedrige Betonmauern gliedern die Gärten. Gut erkennbar ist das Prinzip der Bauten: ein Gerüst aus Stahlstützen und Betonplatten mit flachem Kiesdach, in das Holz- und Glaselemente in einem regelmässigen Raster eingesetzt sind.
Gebaut wurde die Siedlung 1971/72 nach Plänen des Berner Architekten Willy Pfister. Dafür wurde 1971 die Villa Dietiker abgebrochen; zwei grosse Bäume aus ihrem Park stehen noch heute. Die fünf Häuser an der Strasse (Nr. 21–29) sind als gestaffelte Patiohäuser mit kleinem Innenhof angelegt, eingespannt zwischen markante Querwände. Die Häuser der Reihe zur Aare (Nr. 31–41) sind locker verbunden, seitlich gegeneinander verschoben und folgen dem Gefälle in leichten Stufen. Zusammen mit dem Hallenbad im selben Stil (Nr. 19), das 1971 bis 1973 entstand, umschliessen die beiden Reihen einen offenen Hof.
Das Bauinventar beschreibt die Häuser als Spätmoderne der frühen 1970er-Jahre. Man betritt sie im oberen Geschoss und gelangt über eine filigrane Wendeltreppe nach unten; ein Kamin in der Mitte trennt den Wohnbereich. Pfister selbst sprach laut dem Inventar von einer Parklandschaft, in die Häuser eingestreut sind. Die ursprüngliche, über die Grundstücke hinweg geplante Gartenanlage ist erhalten, und die Siedlung wurde bisher nur wenig verändert.
Kleinere Eingriffe gab es dennoch: 1975 eine Pergola an Nr. 21, 1988 und 2001 Arbeiten an Kaminen und eine zusätzliche Fensteröffnung, und 2011 ein Anbau an Nr. 41 für eine Wohngemeinschaft älterer Menschen. Die Siedlung ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung und gilt als schützenswert.
Wer vorbeigeht, achtet am besten auf die Fassaden: Das Raster aus Stützen, Holz und Glas folgt der Nutzung der Räume dahinter.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Aarhaldenstrasse 19–41 · Bauinventar der Stadt Bern: Strukturgruppe Aarhalde · Wikidata: Q136327997
Bauten in der Nähe
Restaurant Dählhölzli210 mSchönausteg300 mEhemaliges Hotel Silvahof und Apartmenthaus an der Jubiläumsstrasse 97/99380 mKa-We-De380 mWohnhaus an der Tillierstrasse 56450 mPflanzenweltKunstwerk · 210 mArche NoahKunstwerk · 210 mFischeKunstwerk · 210 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.