Restaurant Dählhölzli
Das Restaurant Dählhölzli am Tierparkweg 2 in Bern wurde 1937/38 als Holzbau im Stil des Neuen Bauens für Tierpark und Aareufer errichtet.

- Adresse
- Tierparkweg 2
- Baujahr
- 1937–1938
- Architekt
- Hermann Rüfenacht und städtisches Hochbauamt
- Stil
- Neues Bauen, Holzbau
- Heute
- Restaurant beim Tierpark Dählhölzli
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Rand des Tierparks Dählhölzli, nahe der Aare, steht ein langgestreckter, dreigeschossiger Bau unter einem flachen Walmdach. Auf dem gemauerten Erdgeschoss sitzt ein schlichter, mit Schindeln verkleideter Holzbau. Auf der Südseite ist ihm ein vollständig verglastes Terrassenrestaurant vorgelagert, das auf Streben (Bügen) ruht. An den Schmalseiten fassen halbrund geschlossene, nur zweigeschossige Treppenhäuser Hauptbau und Vorbau zusammen. Vor dem Haus spenden alte Kastanien Schatten; einige stammen laut Stadt noch aus der Zeit des Vorgängerbaus vom Ende des 19. Jahrhunderts.
Gebaut wurde das Restaurant 1937/38 von Hermann Rüfenacht zusammen mit dem städtischen Hochbauamt für die Einwohnergemeinde Bern. Es war als Sommerrestaurant für Tierparkbesucher und Spaziergänger am Aareufer gedacht, sollte aber das ganze Jahr auch für gesellige Anlässe dienen. Damals bot es im Garten Platz für 1500 und in den Sälen für 400 Personen. Das Bauinventar nennt es ein eigenständiges Beispiel des Neuen Bauens in der Stadt, in der Grundidee vergleichbar mit dem Säuglingsheim von Salvisberg.
Bemerkenswert ist die Kunst am Bau in den weitgehend erhaltenen Gesellschaftsräumen: feine Sgraffiti „Fische im Netz“ von Hans Fischer, genannt Fis, eine Deckenmalerei „Arche Noah“ von Max von Mühlenen und das Wandbild „Das Paradies“ von Fernand Giauque. Das Bauinventar datiert alle drei Werke auf 1938; die englische Wikipedia nennt für Fischers „Fische im Netz“ das Jahr 1937 und bezeichnet es als sein erstes Wandbild.
1950 kamen Kiosk und WC dazu. 1993 bis 1995 wurde das Haus renoviert: Ein halbrunder Küchenanbau auf der Nordseite, ein Lift und neue Haustechnik kamen hinzu, und im Erdgeschoss entstand ein Selbstbedienungsbereich mit 40 zusätzlichen Plätzen. Seit 1996 ist es durch einen Beschluss des Regierungsrats geschützt. Für mehr Sitzplätze führte die Stadt 2015/16 einen Wettbewerb für einen Erweiterungsbau durch.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Tierparkweg 2 · Stadt Bern: Jurybericht Projektwettbewerb Restaurant Dählhölzli (2016) · Wikipedia (en): Hans Fischer (painter) · Wikidata: Q106628823
Bauten in der Nähe
Siedlung Aarhalden210 mKa-We-De220 mSchönausteg240 mEhemaliges Hotel Silvahof und Apartmenthaus an der Jubiläumsstrasse 97/99260 mWohnhaus an der Tillierstrasse 56320 mPflanzenweltKunstwerk · 10 mArche NoahKunstwerk · 10 mFischeKunstwerk · 10 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.