Petruskirche
Die reformierte Petruskirche an der Brunnadernstrasse 40 entstand 1947 bis 1949 nach Plänen von Max Böhm, mit Reliefs von Gustave Piguet.

- Adresse
- Brunnadernstrasse 40
- Baujahr
- 1947–1949
- Architekt
- Max Böhm, Bern
- Stil
- an frühchristlichen Hallenkirchen orientiert
- Heute
- reformierte Kirche mit Kirchgemeindehaus, im Bauinventar schützenswert
- Bauherr
- Evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Brunnadernstrasse steht die reformierte Petruskirche, ein Bau der Jahre 1947 bis 1949 nach Plänen des Berner Architekten Max Böhm. In der Gesamtform und in den Einzelheiten orientiert sie sich an frühchristlichen Hallenkirchen. Dem Schiff mit sechs Achsen ist im Westen ein etwas schmalerer Vorbau mit Treppenhaus und Taufkapelle vorgelagert, im Osten ein deutlich abgesetzter Chor mit Stichbogen und niedrigen Flankenbauten. Vor der Nordwestecke steigt der schlanke Glockenturm auf; nach der Wikipedia ist er 35 Meter hoch und trägt fünf Glocken.
Konstruktiv handelt es sich um einen Betonständerbau, dessen Felder verputzt sind; Turm und Schiff sind auf die gleiche Weise gebaut. Quer an die beiden östlichen Achsen der Nordseite schliesst das zweigeschossige Kirchgemeindehaus mit Satteldach an. Eine Vorhalle entlang der Nordfassade verbindet es mit dem Turm. Darüber ist die Hochwand des Schiffs von vier runden Fenstern durchbrochen, während auf der Südseite hohe Rundbogenfenster das Licht hereinlassen. Weil das Gelände abfällt, hat die Südfassade einen Sockel mit Fenstern, verkleidet mit Granitplatten.
Auf ganzer Länge ist die Vorhalle mit Reliefs zur Geschichte des Apostels Petrus geschmückt. Sie stammen vom Bildhauer Gustave Piguet, der 1951 in Laufener Kalkstein und Pariser Muschelkalk Szenen aus der Apostelgeschichte, aus dem Alten und Neuen Testament und die Taufe Christi schuf. Von ihm sind auch die Kanzel in der Art eines frühchristlichen Ambos und der Abendmahlstisch, beide mit Reliefs und Inschriften. Im Kirchgemeindehaus hängt das Gemälde ‚Petri Berufung‘ von Fritz Pauli aus dem Jahr 1950.
Innen gliedern Betonbinder die geräumige Halle in sechs gleiche Joche; das westliche nimmt die Orgelempore ein. Der Chor ist vollständig mit Travertinplatten verkleidet und wird in ganzer Höhe von einem Kreuz mit Reliefs beherrscht. Nach dem Bauinventar ist die Kirche mit ihrer Ausstattung weitgehend so erhalten, wie sie gebaut wurde; 1998 wurde sie renoviert, und das Kirchgemeindehaus erhielt einen Lift. Bekanntester Pfarrer war laut Wikipedia Klaus Schädelin. Ein Detail zum Suchen: Auf dem Türsturz des Nebeneingangs nennt eine Inschrift die Bauzeit 1947–49 und den Architekten.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Brunnadernstrasse 40 · Wikipedia (de): Petruskirche (Bern) · Wikidata: Q1585430
Bauten in der Nähe
Garten mit Villa Bomonti80 mVilla an der Elfenstrasse 20100 mKalchegggut180 mVilla an der Elfenstrasse 10200 mBürogebäude an der Thunstrasse 73280 mVier Szenen aus der Apostelgeschichte PetriKunstwerk · 10 mWasserschlossKunstwerk · 400 mQuelle des LebensKunstwerk · 400 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.