Garten mit Villa Bomonti
Die Villa Bomonti am Kalcheggweg 12 in Bern wurde 1916 im Stil des Neurokoko gebaut; ihren Garten gestalteten die Gebrüder Mertens aus Zürich.

- Adresse
- Kalcheggweg 12, Kalcheggweg 12a
- Baujahr
- 1916
- Architekt
- Werner Eichenberger (Villa); Gebrüder Mertens (Garten)
- Stil
- Neurokoko mit Zopfstilelementen
- Heute
- Villa mit Garten, Kulturgut von nationaler Bedeutung
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Im Villenquartier Kirchenfeld-Brunnadern, am Kalcheggweg, steht hinter der alten Grundstückseinfassung eine Villa unter hohem Walmdach. Sie entstand 1916 für W. Bomonti nach Plänen des Berner Architekten Werner Eichenberger. Als Kulturgut von nationaler Bedeutung ist nicht nur das Haus eingestuft, sondern ausdrücklich Garten und Villa zusammen.
Der Bau greift Formen des Rokoko auf und verbindet sie mit Elementen des Zopfstils. Die Strassenfassade im Nordwesten wird von gebänderten Lisenen gegliedert. In ihrer Mitte markiert ein übergrosses Rundbogenfenster das Treppenhaus, darüber sitzt eine grosse Dachgaube mit geschwungener Einfassung und einem Aufsatz aus Trophäen. Rechts davon schliesst eine Terrasse auf drei Achsen an.
Den Eingang findet man an der schmalen Nordostseite: Ein Portalvorbau mit zwei Säulen trägt einen gesprengten Segmentgiebel, in dessen Feld eine hochovale Wappenkartusche mit Girlanden sitzt. Achten Sie auch auf das Dach. Gauben mit ovalen Fenstern, die ursprünglichen Kamine und Urnen auf dem First bestimmen sein Bild.
Zum Garten hin öffnet sich die Villa mit einer tiefen Säulenhalle in ionischer Ordnung, die eine Terrasse trägt; davor liegt eine grosse Gartenterrasse. Die Gartenanlage stammt von den Gebrüdern Mertens. Walter (1885–1943) und Oskar Mertens führten in Zürich das Gartenbauunternehmen ihres Vaters weiter und gestalteten 1914 auch einen Ausstellungsgarten für die Landesausstellung in Bern.
Das Bauinventar hält fest, dass die Villa genau nach Plan ausgeführt wurde und die ursprüngliche Einfassung des Grundstücks erhalten ist. Ein Artikel der Berner Wochenchronik vom 2. September 1916 trug den Titel „Das verschwundene Kalchegg-Gut“; er erschien im Baujahr der Villa.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Kalcheggweg 12, 12A · Wikipedia (de): Gebrüder Mertens · KGS-Inventar: Garten mit Villa Bomonti, KGS 10467 · Wikidata: Q19362479
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