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Doppelwohnhaus am Gryphenhübeliweg 55/57

Das Doppelhaus am Gryphenhübeliweg 55/57 in Bern von 1906 hat einen Eckturm wie einen Schiffsbug und einen gemalten Jugendstilfries mit Seerosen.

Doppelwohnhaus am Gryphenhübeliweg 55/57, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Gryphenhübeliweg 55, Gryphenhübeliweg 57
Baujahr
1906
Architekt
wohl Ch. Molteni
Stil
Putzbau mit Jugendstilfries
Heute
Wohnhaus
Bauherrschaft
Ch. Molteni, Bauunternehmer
Schutz
Verträge 1989, 2013, 2014
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Wo sich Gryphenhübeliweg und Alpenstrasse gabeln, endet ein Grundstück spitz zu. Das Doppelwohnhaus von 1906 nutzt diese Form: Nr. 55 steht über einem rechteckigen, Nr. 57 über einem dreieckigen Grundriss. An der schmalen Spitze erhöht ein Turm das Haus, und ein vieleckiger Erker mit Terrasse darauf, beide mit Brüstungen aus Docken, lässt die Schmalseite wie den Bug eines Schiffes wirken.

Als Bauherr nennt das Bauinventar den Bauunternehmer Ch. Molteni, der wohl auch die Pläne lieferte. Die verputzten Bauten haben Einfassungen und Stockwerkgesimse aus rotem Kunststein und tragen Mansartdächer ohne Walm, dazu Dachgauben mit geschwungener Verdachung.

Zwischen dem Stockwerkgesims und dem Gesims unter den Fenstern läuft ein aufgemalter Jugendstilfries um das Haus: rote und weisse Seerosen mit wellenförmigen Bändern. Er ist das auffälligste Detail und gut von der Strasse aus zu sehen. Das Bauinventar nennt ihn einen guten, durchlaufenden Fries; zusammen mit den Einfassungen aus rotem Kunststein bestimmt er die Farbigkeit der beiden Häuser.

Auch die Umgebung ist vollständig erhalten. Die Einfassung des Grundstücks mit den Gartentoren steht noch, und zur tiefer liegenden Alpenstrasse hin fängt bei Nr. 55 eine terrassierte Mauer mit einer in Beton gegossenen Balustrade den Geländesprung auf. Diese Balustrade wurde 1995 restauriert. Schutzverträge bestehen seit 1989 für beide Häuser, seit 2013 für die Gartenmauer und seit 2014 zusätzlich für Nr. 57.

Das Haus liegt im Quartier Kirchenfeld-Brunnadern. Am schönsten sieht man es von der Spitze der Gabelung aus, wo Turm, Erker und Fries zusammenwirken.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Gryphenhübeliweg 55, 57 · Wikidata: Q138828867

Lage in Bern
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Gryphenhübeliweg 55

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