St. Ursula’s Church
Die St. Ursula’s Church am Jubiläumsplatz im Berner Kirchenfeld ist die anglikanische Kirche der Stadt, erbaut 1905/06 nach Plänen von Rybi & Salchli.

- Adresse
- Jubiläumsplatz 2
- Baujahr
- 1905–1906 (geweiht 1906)
- Architekt
- Rybi & Salchli (Eduard Rybi jun., Ernst Salchli)
- Stil
- Tudorgotik
- Heute
- Anglikanische Kirche, Diözese in Europa der Church of England
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Jubiläumsplatz im Kirchenfeld steht eine kleine Kirche, die man eher in einem englischen Dorf vermuten würde. Die einschiffige Kapelle mit Satteldach ist in den Formen der englischen Tudorgotik gebaut. Ihre grob verputzten Mauern stehen auf einem Sockel aus Naturstein, Eckverbände und Strebepfeiler sind aus demselben Material. Über der Eingangsseite im Norden sitzt ein durchbrochener Dachreiter mit einer kleinen Glocke, vor dem breiten Portal liegt eine hölzerne Vorhalle.
Englische Gottesdienste gab es in Bern schon seit den 1840er-Jahren, zuerst in der Kapelle des Burgerspitals, später unter anderem in St. Peter und Paul und in der Lerberschule. Pläne für einen eigenen Bau scheiterten mehrmals am Geld. Erst als die Gesellschaft, die das Kirchenfeld erschloss, 1904 einen Bauplatz am Jubiläumsplatz anbot, kam das Vorhaben voran. Den grössten Teil der Kosten übernahm Mrs. Castleman, eine wohlhabende Amerikanerin aus St. Louis, als Dank dafür, dass ihre Tochter in der Klinik von Theodor Kocher erfolgreich operiert worden war. Benannt ist die Kirche nach der heiligen Ursula.
Die Pläne stammen von den Berner Architekten Eduard Rybi und Ernst Salchli; Rybi baute in denselben Jahren auch die Synagoge an der Kapellenstrasse. Die Kirche für rund 100 Personen war im Frühling 1906 fertig, der erste Gottesdienst fand im Juli statt. Am 20. September 1906 weihte sie Bischof Wilkinson, in Anwesenheit von Bundespräsident Ludwig Forrer und des britischen Gesandten Sir George Bonham; die Quellen nennen den Bischof Thomas beziehungsweise Edward Wilkinson. Das Bauinventar gibt 1905 als Baujahr an. Die Glocke goss die Firma Rüetschi in Aarau 1918, das Ostfenster erinnert an Cecil Bonham, das jüngste Kind des Gesandten, das 1908 starb.
Auf der Südseite kamen später ein schlichter Gemeindesaal und ein Pfarrhaus dazu; das Bauinventar datiert sie auf 1959, die Kirchgemeinde nennt den Abschluss im Januar 1960. 1976 geriet nach einem Abendgottesdienst die Orgel in Brand, weil ein elektrisches Heizgerät eingeschaltet geblieben war. 1992 bis 1994 wurde der Saal erweitert, 1998/99 wurden Dach und Fassaden erneuert. Kirchlich ist die Gemeinde Teil der europäischen Diözese der Church of England.
Ein Detail: die Gruppe aus drei Rundbogenfenstern über dem Eingang, gleich oberhalb der hölzernen Vorhalle.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Jubiläumsplatz 2 · St Ursula's Church Berne: History · Wikipedia (de): St. Ursula’s Church (Bern) · Wikipedia (en): St Ursula's Church, Bern · Wikidata: Q2323496
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