Doppelwohnhaus an der Hallwylstrasse 24/26
Das Doppelhaus an der Hallwylstrasse 24/26 im Berner Kirchenfeld entwarf 1897 Otto Lutstorf, mit Treppentürmen und doppeltem Portal.

- Adresse
- Hallwylstrasse 24, Hallwylstrasse 26
- Baujahr
- 1897
- Architekt
- Otto Lutstorf, Bern
- Stil
- Historismus mit Anklängen an den italienischen Landhausstil
- Heute
- Wohnhaus
- Bauherrschaft
- Otto Lutstorf und Fred Walther
- Schutz
- Unterschutzstellungsvertrag 2006 (Nr. 26)
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Wer die Hallwylstrasse im Kirchenfeld entlanggeht, sieht ein langgestrecktes, traufständiges Haus, das zwei Wohnungen unter einem gemeinsamen Walmdach mit abgeflachtem First vereint. Zwei Treppentürme mit niedrigen Walmdächern treten zur Strasse hin vor. Zwischen ihnen liegt der Eingangsbereich: zwei Haustüren nebeneinander, getragen von Säulen, darüber ein Balkon im Obergeschoss.
Das Gebäude entstand 1897 nach Plänen des Berner Architekten Otto Lutstorf, der es zusammen mit Fred Walther auch als Bauherr realisierte. Die Mauern sind verputzt und mit Sandstein und Backstein gegliedert. Im Mittelteil fallen Rundbögen und Blendbögen aus sichtbarem Backstein, geschmiedete Balkongitter und spitze Helmstangen auf. An den Schmalseiten bilden die südlichen Achsen je einen dreigeschossigen Vorbau unter einem abgewalmten Satteldach; zum Garten hin gibt es Veranden. Das Bauinventar erkennt in der kräftigen, blockhaften Gliederung Anklänge an italienische Landhäuser.
Die beiden Hälften sehen heute verschieden aus. Nr. 26 zeigt weitgehend den Zustand der Bauzeit, einschliesslich eines Frieses unter der Traufe, der nur dort vorhanden ist. Nr. 24 wurde dagegen weiss verputzt, wobei ein Teil der Gliederung verloren ging. 2004 erhielt Nr. 26 einen Anbau des Berner Büros w2h Architekten; dieser Umbau wurde 2009 mit einem Anerkennungspreis ‚Heit Sorg zu Bärn‘ ausgezeichnet. Seit 2006 steht Nr. 26 unter Schutz.
Das Haus gehört zur Baugruppe Kirchenfeld. Dieses Quartier ist die einzige Berner Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts, die nach einem genauen Quartierplan gebaut wurde: Die Burgergemeinde verkaufte das Land 1881 an die englische Berne Land Company, die sich verpflichtete, Strassen anzulegen und die Kirchenfeldbrücke zu bauen.
Achten Sie auf den Zaun: Er ist noch der ursprüngliche, und seine zwei eng beieinanderliegenden Tore nehmen die doppelte Eingangssituation des Hauses auf.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Hallwylstrasse 24, 26 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Kirchenfeld · Wikidata: Q128601944
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