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Kunst in Bern · Bauwerk

Werkstatt- und Schmiedegebäude der ehemaligen Pferdekuranstalt

Das Werkstatt- und Schmiedegebäude an der Papiermühlestrasse 28 in Bern entstand 1922 für die Pferdeanlagen der Armee im Heimatstil.

Werkstatt- und Schmiedegebäude der ehemaligen Pferdekuranstalt, Bern
Foto: Urs Schönholzer, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 · Quelle
Adresse
Papiermühlestrasse 28
Baujahr
1922
Architekt
Direktion der eidgenössischen Bauten
Stil
später Heimatstil, bernische Variante
Bauherr
Direktion der eidgenössischen Bauten
Schutz
schützenswert; HOBIM R/1
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Papiermühlestrasse, der breiten Platanenallee im Quartier Allmend-Murifeld, liegen auf der Ostseite die Bauten, in denen die Armee einst Pferde hielt, pflegte und ausbildete. Die Stimmberechtigten des Kantons Bern hatten 1873 entschieden, Kaserne, Zeughaus und Stallungen von der Innenstadt hinaus aufs Beundenfeld zu verlegen. Zwei Jahre später, 1875, wurde Bern Standort für die Ausbildung der eidgenössischen Kavallerie, und 1890 errichtete das Kantonsbauamt östlich der Strasse die Dreiflügelanlage der Pferdekuranstalt (Nr. 40) mit Stallungen und einem Operationshaus für das „Central Remontendepot“.

Später kamen weitere Stallungen, zwei grosse Reithallen von 1927 und 1940 und 1931 ein sogenanntes Normzeughaus dazu. Das Werkstatt- und Schmiedegebäude von 1922 begrenzt den Komplex der späteren Eidgenössischen Militärpferdeanstalt (EMPFA) nach Süden. Entworfen und in Auftrag gegeben hat es die Direktion der eidgenössischen Bauten. Das Einzelblatt des Bauinventars führt es unter Papiermühlestrasse 28, das Gruppenblatt unter Mingerstrasse 3A.

Der lange, verputzte Bau ist kräftig gegliedert. Die Werkstatt liegt unter einem mächtigen Viertelwalmdach mit Ründi, dem für Bern typischen Bogen unter dem Dachvorsprung; angebaut ist der Schmiede- und Beschlagraum mit eigenem Walmdach. Die Giebelseiten haben viele Fenster. Im Südosten bestimmt ein quer gestellter First, ebenfalls mit Ründi und mit Reihen von Fenstern, das Bild, im Nordwesten ein vieleckiger Treppenturm mit geschweiftem, steilem Helm zwischen zwei Lukarnen. Verputzornamente über den Fenstern und sorgfältig gestaltete Türen, auch an der Schmiede, bereichern die Fassaden.

Die Denkmalpflege sieht im Gebäude eine bernische Spielart des späten Heimatstils und einen bewussten Gegensatz zu den nüchternen Stallhallen nebenan. Zur Strasse hin prägt es zusammen mit der Reithalle (Nr. 32) und dem Backsteinbau der Pferdekuranstalt (Nr. 40) das Bild der Allee. Es ist schützenswert und im Inventar der militärischen Hochbauten des Bundes (HOBIM) verzeichnet. Achten Sie auf den Treppenturm mit seinem geschweiften Helm.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Papiermühlestrasse 28 · Wikidata: Q138764337 · Bauinventar der Stadt Bern: Strukturgruppe Kaserne Ost

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Papiermühlestrasse 28

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