Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Bauwerk

Wohnhaus an der Marienstrasse 16

Das Wohnhaus an der Marienstrasse 16 im Berner Kirchenfeld entwarf Eduard von Rodt 1889 für sich selbst; das Türmchen kam 1914 dazu.

Wohnhaus an der Marienstrasse 16, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 16
Baujahr
1889, Aufbau 1914
Architekt
Eduard von Rodt (1849–1926); 1914 F. Brechbühler
Bauherr
Eduard von Rodt; 1914 Direktor Gyger
Schutz
schützenswert; Schutzvertrag 1990
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Ecke von Marienstrasse und Luisenstrasse im Kirchenfeld steht ein Haus, das von Süden wie von Osten sofort ins Auge fällt. Die Denkmalpflege lobt, wie originell und wirkungsvoll hier die Ecke gelöst ist, besonders seit das Türmchen aufgesetzt wurde. Entworfen und gebaut hat das Haus 1889 der Architekt Eduard von Rodt, der zugleich Bauherr war.

Von Rodt (1849–1926) war Architekt und Historiker. Nach einer Ausbildung beim Architekten Gottlieb Hebler und einer Steinmetzlehre an der Münsterbauhütte studierte er 1869/70 am Polytechnikum in Stuttgart; ab 1872 war er als Architekt in Bern tätig. Von ihm stammen etwa die Eidgenössische Waffenfabrik und die Flügelanbauten der Stadtbibliothek. Von 1881 bis 1894 leitete er das Historische Museum und führte mit Adolf Tièche den Neubau des Bernischen Historischen Museums aus. Im Kirchenfeld hatte er von der Berne Land Company Bauland erworben und dort mehrere Wohnhäuser errichtet.

Das Haus ist ein Riegbau mit annähernd rechteckigem Grundriss unter einem Walmdach. Das Erdgeschoss ist glatt verputzt, das Obergeschoss gebändert, die Öffnungen haben Rahmen aus Sandstein. Ein Eckturm auf quadratischem Grundriss ist teilweise in den Baukörper eingebunden. Über einen niedrigen Walm mit Eckzwickeln geht er in eine kleine achteckige Turmstube unter einem gedrungenen Spitzhelm über.

1914 liess Direktor Gyger das Haus durch F. Brechbühler erweitern. Die Baugeschichte des Inventarblatts nennt dafür einen Verandenaufbau, der Titel desselben Blatts einen Türmchenaufbau. 1990 wurden Fassaden und Dach saniert und der Hauszugang mit dem Windfang renoviert. Das Haus ist schützenswert, seit 1990 durch einen Schutzvertrag gesichert und gehört zur Baugruppe Kirchenfeld.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 16 · Wikidata: Q106614773 · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Kirchenfeld

Lage in Bern
Auf der Karte

Marienstrasse 16

Karte öffnen

Bauten in der Nähe

Mehrfamilienhaus an der Luisenstrasse 620 mDoppelwohnhaus an der Marienstrasse 12/1440 mVilla an der Marienstrasse 1740 mWohnhäuser an der Marienstrasse 19–2340 mVilla an der Marienstrasse 1550 mGrundstein 2016Kunstwerk · 200 mTrinkwasserspenderKunstwerk · 210 mKauernder FrauenaktKunstwerk · 210 m

Alle Bauten von A bis Z · Architektur & Denkmäler: Berns geschützte Bauten auf der Karte · Sehenswürdigkeiten in Bern

Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.