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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa an der Marienstrasse 17

Die Villa an der Marienstrasse 17 im Kirchenfeld, 1888 von Eduard von Rodt gebaut, hat vier gleich gestaltete Ründifronten um ein Kreuzdach.

Villa an der Marienstrasse 17, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 17
Baujahr
1888 (Bauinventar; Kulturgüterliste: 1889)
Architekt
Eduard von Rodt (zugleich Bauherr)
Stil
Historismus
Veränderungen
Anbau 1912, Liftschacht 1966, Turm 1969 entfernt
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Die Villa an der Marienstrasse 17 fällt durch ihre strenge Symmetrie auf. Vier gleich aufgebaute Fronten, jede mit einer Ründe, also dem typischen bernischen Bogen unter dem Dachvorsprung, gruppieren sich unter kreuzförmig angeordneten, leicht abgewalmten Satteldächern. Wo sich die vier Dächer treffen, sass bis 1969 ein achteckiger Aussichtsturm mit Zwiebelhelm.

Gebaut hat das Haus Eduard von Rodt, der auch Bauherr war. Das Bauinventar datiert es auf 1888, die Kulturgüterliste auf Wikipedia nennt 1889. Rodt baute in jenen Jahren mehrere Villen an der Marienstrasse auf Parzellen, die er von der Berne Land Company erworben hatte.

Die Ecken des Hauses sind besonders: An jeder steht eine Gruppe aus drei kannelierten Pfeilern, im Dreieck angeordnet und zwei Geschosse hoch; die Zwischenräume sind je nach Seite gefüllt oder offen. Zwischen den Pfeilergruppen liegen regelmässig verteilte, gotisch anmutende Rechteckfenster. Zur Strasse setzt ein Erker in Fachwerk auf steinernen Konsolen einen Akzent in der Mitte, auf der Ostseite sind zweigeschossige Veranden in den Baukörper einbezogen. Das Bauinventar zählt die Villa zu den originellsten Bauten des Historismus im Kirchenfeld, weil sie die allseitige, auf eine Mitte bezogene Anlage klassischer Bauten mit einheimischen Formen umsetzt.

Schon 1912 erhielt die Nordseite einen zweigeschossigen Anbau, 1966 kam westseitig ein Liftschacht dazu, und 1969 wurde das zentrale Türmchen abgetragen, was die Denkmalpflege bedauert. Sie hält den Bau trotzdem in seiner Gesamtheit für erhaltenswürdig. Wer vor dem Haus steht, kann sich den fehlenden Turm über der Dachkreuzung leicht vorstellen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 17 · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Süd) · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Wikidata: Q106352010

Lage in Bern
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Marienstrasse 17

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.